Der Sommer ist in Deutschland angekommen: Überall summt es, viele Insekten sind auf den Wiesen und in den Wäldern der Republik unterwegs. Darunter ist eine Art, die zwischen Nordsee und Bayerischem Wald eigentlich nichts zu suchen hat: die Asiatische Hornisse. Wie der NABU mitteilt, breitet sie sich seit mehreren Jahren in der Bundesrepublik aus.

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Dort stellt die invasive Art eine große Gefahr dar. Zwar nicht für Menschen – die Stiche der Asiatischen Hornisse gelten nicht als gefährlicher als die einheimischer Wespenarten. Doch für genau die sowie für andere hier heimische Insekten wird der neue Mitbewohner zum Problem. Und damit indirekt auch für den Menschen, denn die Hornisse ernährt sich hauptsächlich von Bestäubern.

Beute der Asiatischen Hornisse: Darum sind Bestäuber so wichtig

Unter Bestäubung versteht man die Übertragung von Pollen von Pflanze zu Pflanze. Nur durch diese „Vermittlungsleistung“ von bestimmten Insekten können sich an vielen Pflanzen Samen und Früchte bilden, die essenziell für die Vermehrung sind. Doch auch für die Ernährung von Menschen ist die Bestäubung wichtig – ohne sie gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten nicht mehr.

In Europa zählen Bienen und Hummeln zu den wichtigsten bestäubenden Insekten. Doch ausgerechnet sie werden durch die Asiatische Hornisse gefährdet.

Asiatische Hornisse: Bedrohung für Landwirtschaft

Tatsächlich kann ein einziges Exemplar der Asiatischen Hornisse bis zu 50 Bienen pro Tag töten. Zu ihrer Beute gehören zudem noch Fliegen, Wespen, Schmetterlinge, Motten und Spinnen. Eine kürzlich in der Zeitschrift „Science Of The Total Environment“ veröffentlichte Studie befasst sich nun mit der gefährlichen Art und untersuchte dafür neben dem Mageninhalt von 1500 Hornisselarven unter anderem die weiteren Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Generell seien einheimische Insekten bereits durch die Landwirtschaft, die Landnutzung und die chemische Verschmutzung einigen Gefahren ausgesetzt. Die Hornissen stellen nun eine zusätzliche Bedrohung dar. 

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Beheimatet ist die unersättliche asiatische Hornisse — oder auch Gelbbeinhornisse — in Südostasien. Vor etwa 20 Jahren kamen die ersten Hornissen über den Handel von China nach Frankreich und Italien. Seither breitet sie sich über den gesamten Kontinent aus.