Nach Corona und mit dem Blick auf derzeitige Kriege, Krisen und persönliche Sorgen schauen viele eher misstrauisch auf die kommenden Jahre. Zukunftsforscher Matthias Horx hat schon viele Krisen miterlebt und setzt auf Zuversicht statt Angst. Im Interview spricht der 69-jährige Publizist über seine Jugend als Generation „Boomer“, irrationale Visionen und eine Volkskrankheit auf dem Vormarsch.
Herr Horx, „Zauber der Zukunft“ nennen Sie Ihr neues Buch. „Zauber“ klingt zuversichtlich. Gehören Sie nicht zu den vielen Menschen, die gerade mit Sorge oder sogar Angst auf nächsten Jahrzehnte schauen?
Matthias Horx: Der Zukunftsforscher beschäftigt sich mit den längerfristigen Entwicklungen, da spielen Stimmungen nich so eine große Rolle. Ich mache das seit 30 Jahren. Ich kann mich an keine Zeiten erinnern, in denen gerade in Deutschland nicht unfassbar gefürchtet und gejammert wurde und die Welt immer am Untergehen war. Sorge und Angst sind zu einer Konstante in unserer Kultur geworden, und ich möchte sozusagen darüber hinausschauen in eine Zukunft, die vielleicht ganz anders wird.




