• Ob Seitensprung oder eine langjährige Affäre – Fremdgehen bleibt selten ohne Konsequenzen
  • Doch wie sieht das vor Gericht aus? Kann Untreue das Scheidungsverfahren oder Sorgerecht beeinflussen?
  • Zwei Anwältinnen erklären, wann Fremdgehen rechtlich bedeutsam wird – und wann nicht

Untreue ist auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts für die meisten Paare in Deutschland der Anfang vom Ende. Monatlich stehen rund 32.000 Männer und Frauen vor dem Scheidungsrichter, weil die Treue gebrochen wurde – jährlich enden rund 200.000 Ehen. Stellt sich die Frage: Bleibt Untreue immer ohne rechtliche Folgen? Zwei Anwälte klären auf.

Ehebruch liegt vor, wenn ein Ehepartner ohne Zustimmung des anderen eine Beziehung zu einer dritten Person eingeht, erklärt Dr. Elisabeth Unger, Fachanwältin für Familienrecht und Scheidungsanwältin. „Wenn man die Ehe als Vertrag zwischen zwei Menschen sieht, könnte man Ehebruch auch als Vertragsbruch bezeichnen“, so Unger.