- Wollte man eine Zweifach-Mutter für ihre Sorgearbeit entlohnen, bekäme sie ein Arzt-Gehalt
- Der Wert solcher Arbeiten lässt sich mittels Apps gut beziffern
- Eine Expertin hat Rat für Paare zu richtigem Umgang mit Care-Arbeit – vor allem bei Trennung
Jeden Tag unbezahlt arbeiten? Hört sich erst einmal abwegig an. Dabei werden in Deutschland jedes Jahr Milliarden Stunden unbezahlte Care-Arbeit, also Fürsorgearbeit, geleistet. Aber was ist Care-Arbeit eigentlich genau? Was gehört dazu? Kann jeder ganz persönlich den Wert seiner Fürsorge messen? Und: Sollte ein Ausgleich dafür bezahlt werden?
Soziologin Claire Samtleben ist Projektleiterin bei der Prognos AG und hat dort die Studie „Der unsichtbare Wert von Sorgearbeit“ erstellt. „Bei der Care-Arbeit geht es neben den körperlichen Tätigkeiten wie Kochen, Staubsaugen, Fensterputzen und Einkaufen vor allem auch um all die unsichtbaren Aufgaben, die mitgedacht werden müssen“, erklärt die Expertin. „Wann ist der Schulausflug? Was muss für den Urlaub vorbereitet werden? Was schenken wir der Schwiegermutter zum Geburtstag?“



