Haben Sie öfters einen verspannten Nacken oder möchten Muskelkater schneller loswerden? Eine Massagepistole kann hier Abhilfe schaffen. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihre Muskeln selbst zu lockern und zu entspannen. Aber Vorsicht: Die Effektivität hängt nicht nur von der richtigen Anwendung ab, sondern auch von der Qualität des Geräts. Bevor Sie also eine Massagepistole kaufen, sollten Sie genau wissen, worauf es ankommt.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Stiftung Warentest hat elf Massagepistolen verschiedener Preiskategorien unter die Lupe genommen. Während einige Massagepistolen bekannter Marken überzeugen konnten, sind drei Geräte durchgefallen.

Massagepistolen im Test bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat elf Massagepistolen verschiedener Preiskategorien getestet. Eine Laboruntersuchung und ein Praxistest bildeten die Grundlage für die Bewertung. Beim Praxistest haben drei Experten aus dem Sport- und Physiotherapie-Bereich die Massagepistolen an Wade, Oberschenkel, Po, Brust, Trizeps und Rücken angewendet und das Empfinden während der Selbst- und Fremdmassage bewertet.

Auch interessant

Die Massagepistolen wurden unter anderem nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Anzahl und Frequenz der Intensitätsstufen
  • Anzahl und Art der Aufsätze
  • Akkulaufzeit
  • Handhabung bei Selbst- und Fremdmassage
  • Haltbarkeit
  • Sicherheit (Warnhinweise auf Gerät, Schadstoffe)

Unter den elf getesteten Massagepistolen sind sowohl Premium- und Wellnessgeräte als auch Produkte vom Discounter. Das günstigste Produkt kostet rund 40 Euro, das teuerste liegt bei knapp 300 Euro. Jede Massagepistole kommt mit verschiedenen Aufsätzen, meist sind es mindestens ein Ball-, Flach- und Kegelaufsatz. Manche Modelle verfügen auch über Massageköpfen mit Kühl- oder Wärmefunktion.

Die beste Massagepistole: Das ist der Testsieger 

Den Testsieg konnte sich eine Massagepistole aus dem mittleren Preissegment sichern: Die Blackroll Fascia Gun hat mit einer Gesamtnote von 2,7 („befriedigend“) am besten abgeschnitten. Eine gute Figur macht das Gerät in den Kategorien Handhabung (Note: 2,6) und Sicherheit (Note: 2,0). Auch hinsichtlich der Massage-Qualität kommt das Modell mit einer Note von 2,6 im Vergleich zu den anderen Massagepistolen am besten weg.

Die Massagepistole verfügt über...

  • vier Vibrationsstufen, zwei davon mit einer Niedrigfrequenz unter 30 Hz
  • vier Aufsätze
  • eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden
  • eine begleitende App mit professionellen Anwendungstipps

Auch interessant

Die fünf besten Massagepistolen bei Stiftung Warentest

Die Blackroll-Massagepistole war nicht die einzige, der Stiftung Warentest eine solide Leistung attestiert. Diese fünf Massagepistolen haben die Tester am besten bewertet:

Marke Modell/NameMittlerer Online-PreisGesamtbewertung
BlackrollFascia Gun 150 Euro2,7 (befriedigend)
MedisanaMG 600131 Euro2,8 (befriedigend)
OrthomechanikOrthomechanik 3.0 180 Euro2,9 (befriedigend)
Xiaomi Massage Gun125 Euro2,9 (befriedigend)
Beurer MG 9981 Euro3,0 (befriedigend)

Massagepistolen im Test: Auch MG 600 und Orthogun überzeugen

Solide Bewertungen haben auch die Zweit- und Drittplatzierten bekommen, die mit ihrer Ausstattung Pluspunkte sammeln können. So bietet das Modell MG 600 von Medisana* drei Vibrationsstufen und sieben Aufsätze, davon zwei mit kühlender und wärmender Funktion.

Die Massagepistole Orthomechanik 3.0* kommt ebenfalls mit sieben Aufsätzen. Punkten kann sie zudem mit fünf Intensitätsstufen und einer Akkulaufzeit von rund sechs Stunden. Genau wie die Blackroll-Massagepistole ist auch die „Orthogun“ mit einer App verbunden, auf der Experten Tipps zur richtigen Anwendung geben. 

Drei Massagepistolen fallen bei Stiftung Warentest durch 

Fast alle Massagepistolen haben den Test von Stiftung Warentest bestanden – bis auf drei. Sie wurden mit der Note „Mangelhaft“ abgestraft, da in ihnen Schadstoffe gefunden wurden. Solide Einzelbewertungen in den anderen Kategorien konnten dies nicht aufwiegen. Der Letztplatzierte, die Silvercrest Massage Gun SMGB C2 vom Discounter LIDL, ist auch in Sachen Haltbarkeit mangelhaft: Den Dauertest, bei dem die Massagepistolen über 500 Zyklen lang betrieben wurden, und den Falltest aus 90 Zentimetern Höhe, hat das Modell nicht bestanden. 

Die Ergebnisse und Bewertungen aller getesteten Massagepistolen finden Sie im Testbericht von Stiftung Warentest.

Eine Nahaufnahme von einer physiotherapeutischen Behandlung mit einer Massagepistole.
Jeder, der eine Massagepistole betätigt, sollte wissen, wie sie richtig angewendet wird. Ansonsten kann es zu Verletzungen kommen.© iStock | dikushin

Wie sinnvoll ist eine Massagepistole?

Massagepistolen werden bei Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich empfohlen sowie zur Linderung von Muskelkater. Durch pulsierende Bewegungen sollen verhärtete Muskeln aufgelockert werden. Bei unter 30 Schlägen pro Minute entfaltet die mechanische Massage eine entspannende Wirkung auf die Muskeln, so Stiftung Warentest. Eine höhere Frequenz sei hingegen auch dafür geeignet, die Muskeln auf eine Sporteinheit vorzubereiten und die Beweglichkeit zu verbessern.

„Massage­pistolen haben einen sehr schnellen positiven Effekt auf bean­spruchte Muskulatur. Sie kommen sehr tief ins Gewebe, entspannen [….]“, sagt Physiotherapeutin Eva Striegl im Interview mit Stiftung Warentest. Vor allem für die Selbstmassage des Nackens seien Massagepistolen vorteilhaft. Sie kommen aber auch im Rahmen von physiotherapeutischen Behandlungen zum Einsatz.

Anwendung von Massagepistolen: Wie geht es richtig?

Grundsätzlich können Massagepistolen sowohl für die Selbst- als auch für die Fremdmassage verwendet werden. Striegl empfiehlt jedoch, die Massagepistole bei gut erreichbaren Körperpartien selbst anzuwenden, da man so die Schmerzpunkte punktgenau bearbeiten könne. Bei der Fremdmassage sollte man hingegen darauf achten, dass die Person die Massagepistole richtig anwenden kann – und im besten Fall darin geschult ist, so die Expertin.

Wichtig bei der Anwendung ist, dass eine Muskelpartie nicht zu lange bearbeitet werden sollte. Die Massage sollte sich angenehm anfühlen und auf keinen Fall Schmerzen bereiten. Hersteller empfehlen eine Anwendungszeit von bis zu 60 Sekunden pro Bereich. Je stärker die Intensität und Frequenz ist, desto kürzer sollte die Anwendungszeit ausfallen.

Wo darf man die Massagepistole nicht anwenden?

Eine Massagepistole ist nur zur Behandlung von Muskeln und Gewebe gedacht – auf Knochen sollte sie nicht angewendet werden, da dies zu Verletzungen führen kann. Und auch bei Muskelbeschwerden ohne klare Ursache sowie bei verletzten Körperpartien und bei offenen Wunden sind Massagepistolen nicht geeignet. Abgeraten wird die Nutzung von Massagepistolen zudem, wenn starker Bluthochdruck oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung besteht. Denn durch die Druckwirkung der Massage nehmen die Durchblutung und die Herzfrequenz zu. 

Kann eine Massagepistole gefährlich sein?

Doch bei falscher Benutzung besteht Verletzungsgefahr, warnt die Physiotherapeutin Eva Striegl. So könnten etwa Muskelkatersymptome auftreten, ebenso wie Hämatome und Blutergüsse. 

*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen einkaufen, erhalten wir vom entsprechenden Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 Prozent unabhängig. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.