Stress abbauen, durchatmen, kräftigen: Yoga wird immer beliebter. Allein in Deutschland übten 2023 laut Statista etwa 3,26 Millionen Menschen regelmäßig Yoga aus. Dabei ist die Sportart nicht nur besonders vielseitig, sondern sorgt gerade im stressigen Alltag für die nötige Entspannung – mit dem richtigen Equipment, versteht sich. Denn nichts stört den Flow mehr als eine rutschende Matte im herabschauenden Hund oder schmerzende Knie in der Taube. Wann brauche ich eine dünne Yogamatte, bei welchen Asanas eine dicke und welche Modelle sind überhaupt am besten?
Yogamatten-Test: Welches Modell ist das beste?
Wir haben uns die besten Yogamatten bei Stiftung Warentest und Co. genauer angeschaut. Außerdem finden Sie im folgenden wertvolle Tipps einer Yoga-Expertin, die bei der Wahl der besten Yogamatte helfen.
Testsieger bei Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2023 einen „Gymnastik- und Yogamattentest“ bei dem sie jeweils acht Modelle ihrer Kategorie unter die Lupe nahm. Spoiler: Fast alle Testmodelle erzielten ein gutes Ergebnis. Als Testsieger tat sich die „Jade Harmony“* von „JadeYoga“ hervor, die rund 90 Euro kostet und sich durch ihre Stabilität und Rutschfestigkeit auszeichnet.
Wer auf der Suche nach günstigeren Modellen ist, findet bei Amazon und Decathlon Alternativen: So schnitten die „Eono Multifunctional Yoga Mat“ von Amazon und die „Kimjaly Light Yogamat“* von Decathlon mit dem Testergebnis „gut“ ab. Beide Modelle sind zu einem Preis von unter 30 Euro erhältlich.
Yogamatten: Weitere Testsieger und Empfehlungen
Bei einem Yogamatten-Test von „Stern“ wurden 14 Modelle genauer unter die Lupe genommen. Auf dem ersten Platz landete die „Yogamatte HU-XI-9“* von KESSER, die aufgrund ihrer Hilfslinien, Rutschfestigkeit, Transportfähigkeit und der Stärke von sechs Millimetern punkten konnte. Den zweiten Platz belegte die „Yogistar Yogimat PRO“*. Ausschlaggebende Faktoren, die für gut befunden wurden, waren das Material, die Praxistauglichkeit sowie die Rutschfestigkeit.
Diese Yogamatte nutzt die Yoga-Expertin
Auf die Frage, welche Yogamatte sie selbst als „Allrounder“ zur Nutzung für verschiedene Yogastile empfiehlt, gibt Yoga-Expertin Karoline Wiebel ihren Favoriten preis: „Ich würde di ‘eKO Yogamatte“ von Manduka‘* in vier oder fünf Millimetern empfehlen. Sie ist aus Naturkautschuk und hat unten und oben zwei verschiedene Oberflächen mit genügend „Grip“. Ich selbst besitze aus dieser Reihe die ganze dünne ‚travel mat‘* (1,5 Millimeter)“.

Yoga-Expertin Karoline Wiebel
Karoline Wiebel hat Angewandte Kulturwissenschaften studiert und liebt alles, was interdisziplinär, undogmatisch und kreativ ist. Außerdem ist sie lizenzierter Thai Yoga Massage Practitioner, lizensierte Beckenbodentrainerin und lizensierter Business Coach sowie Trainerin/Prozessbegleiterin.
Seit 2005 ist sie Yogalehrerin und unterrichtet Vinyasa Yoga und seit 2010 auch Yin Yoga (zum Beispiel in der Kaifu in Hamburg oder im Yogaraum Hamburg). Sie durchlief zwei Vinyasa-Ausbildungen und studierte Anatomie bei keinem geringeren als Paul Grilley, der im Yin Yoga als renommierter Experte und Pionier gilt. Ihre Yogastunden zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie stets darauf aus ist, den Teilnehmenden individuell zu begegnen und somit sowohl Anfänger:innen als auch Fortgeschrittene mitzunehmen.
Für eine gute Yogastunde braucht es neben einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin aber auch das passende Equipment. Dabei gilt es einiges zu beachten, weshalb wir Karo aufgrund ihrer Erfahrung nach ihren besten Tipps zur Wahl der richtigen Yogamatte gefragt haben.
Überblick: Beste Yogamatten laut Test und Expertin
- „Jade Harmony“* von „JadeYoga“
- „Eono Multifunctional Yoga Mat“ von Amazon
- „Kimjaly Light Yogamat“* von Decathlon
- „Yogamatte HU-XI-9“* von KESSER
- „Yogimat PRO“* von Yogistar
- „eKO Yogamatte“* von Manduka
- „travel mat“* von Manduka
Was kostet eine gute Yogamatte?
Eine solide Yogamatte muss nicht teuer sein. Überlegen Sie, welche Faktoren Ihnen besonders wichtig sind: Material, Komfort, Rutschfestigkeit, nachhaltige Herstellung oder eine Kombination dieser Eigenschaften. Das Angebot an Yogamatten ist online und im Handel sehr vielfältig. Die Preise beginnen bei zehn bis 20 Euro und reichen bis in den dreistelligen Bereich.
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Dünne vs. dicke Yogamatte: Welches Modell passt zu mir?
Dünne Yogamatten bieten grundsätzlich besseren Halt und eine bessere Standsicherheit, als dicke Exemplare, die für bessere Dämpfung sorgen und die Gelenke beim Sport schonen. Wer sich jedoch für einen Yogastil entscheidet, der grundsätzlich mehr gymnastische Elemente enthält, ist mit einer dünnen Yogamatte oder einer entsprechenden Gymnastikmatte gut beraten.

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Für ruhigere Yogastile wie Yin Yoga bieten dickere Yogamatte noch besseren Komfort, wie die Expertin erklärt: „Für dynamischere Yogastile mit vielen stehenden Haltungen würde ich eine dünnere Yogamatte empfehlen, sonst wird es bei Balancehaltungen unnötig ‚wackelig‘. Für ruhigere Yogaformen wie Yin Yoga oder Restorative Yoga mit vielen sitzenden und liegenden Haltungen eher eine dickere Matte, damit es (z.B. an den Fußknöcheln oder am Hinterkopf etc.) nicht unnötig hart ist.“
Worauf sollte man beim Kauf einer Yogamatte achten?
Für Anfänger:innen oder Fortgeschrittene empfiehlt die Expertin keine speziellen Eigenschaften einer Yogamatte. Sie verweist stattdessen auf die folgenden Punkte: „Ich würde bei Yogamatten primär nach den Kriterien Rutschfestigkeit, Dicke/Weichheit, Gewicht und Nachhaltigkeit des Materials gehen.“ Beim Kauf einer Yogamatte ist es entscheidend, das passende Modell für den praktizierten Yogastil zu wählen. Ebenso spielen die Stärke der Matte und der Preis eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.
Aus dem Test der Stiftung Warentest ergab sich zudem, dass Naturkautschuk als Alternative zu Plastik nicht immer schadstofffrei ist und gleichermaßen seine Tücken hat. So konnten in der Yogamatte „Eco Pro“ der Marke Bodhi Latexproteine in einer Menge entdeckt werden, die den Richtwert für Gebrauchsgegenstände überschritt (200 mg/kg). Latex kann gerade durch Hautkontakt, der beim Yoga fast durchgängig gegeben ist, allergische Reaktionen auslösen.
Welche Maße sollte die neue Yogamatte haben?
Achten Sie darauf, dass Ihre Yogamatte mindestens Ihre Schulterbreite und Körperlänge abdeckt. Etwas mehr Platz ist ideal, um Übungen wie den herabschauenden Hund oder Krieger komfortabel und sicher auszuführen. Als Richtwert sollte Ihre Matte fünf bis zehn Zentimeter breiter als Ihre Schultern und mindestens fünf Zentimeter länger als Ihr Körper sein.
Sind Yogamatten aus Naturkautschuk tatsächlich besser?
Obwohl Naturkautschuk als umweltfreundlicher gilt als erdölbasierte Materialien, ist seine Verwendung in Yogamatten kritisch zu hinterfragen. Das Umweltbundesamt warnt, dass der Anbau von Kautschuk zur Rodung tropischer Wälder beitrage und dadurch Klima und Artenvielfalt schädige. Zwar würden Kautschukbäume große Mengen CO₂ binden, doch die ökologischen Schäden durch Plantagen dürften nicht übersehen werden. Achten Sie daher auf zertifizierten, umweltfreundlichen Anbau aus Kleinbetrieben und hinterfragen Sie die Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse.
Kautschukmatten sind umweltfreundlicher als PVC-Matten, da sie weniger Schadstoffe enthalten und besser abbaubar sind. Alternativ können Sie auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle, Flachs, Latex oder Schurwolle zurückgreifen. Die beiden Testsieger bei Stiftung Warentest bestehen aus Naturkautschuk und überzeugten besonders durch ihre Rutschfestigkeit.

Yogamatte pflegen: Darauf sollten Sie achten
Um die Lebensdauer Ihrer Yogamatte zu verlängern, ist die richtige Pflege entscheidend. Kleine Risse und unangenehme Gerüche können durch regelmäßige Reinigung vermieden werden. Ermitteln Sie das Material Ihrer Matte und passen Sie die Reinigungsmaßnahmen entsprechend an:
- Kork-Yogamatten können bei zu viel Feuchtigkeit anfangen zu riechen und aufquellen. Daher: am besten mit etwas lauwarmem Wasser und wenig milder Seife abreiben. Auch Reinigungssprays* eignen sich hierfür. Besonders wichtig ist, dass die Matte vollständig trocken ist, bevor sie wieder verstaut wird. Diese Methode eignet sich übrigens auch für zusätzliches Equipment wie Yogablöcke, die häufig auch aus Kork bestehen.
- Yogamatten aus Naturkautschuk haben eine empfindliche Materialoberfläche und sollten daher bestenfalls mit milden Reinigungsmitteln ohne Alkohol gereinigt werden. Nehmen Sie ein weiches Tuch zur Hand, das Sie mit Wasser und Seife anfeuchten, um die Matte sanft abzureiben. Um zu vermeiden, dass die Matte nach der Reinigung schimmelt, sollte sie komplett getrocknet sein, bevor Sie sie wieder zusammenrollen und verstauen.
- Um Baumwoll-Yogamatten zu reinigen, braucht es eigentlich nicht viel: Das Material ist robust und lässt sich leicht säubern. Um die Form zu erhalten, empfiehlt es sich, eine Yogamatte aus Baumwolle per Handreinigung zu säubern. Lauwarmes Wasser, etwas milde Seife, et voilà! Nach der Reinigung sollte die Matte vollständig getrocknet sein, bevor sie verstaut wird. Vom Trockner ist abzusehen.
- Yogamatten aus PVC sind äußerst robust und daher einfach zu reinigen. Entweder mischen Sie etwas Seife mit Wasser und geben es in eine Sprühflasche oder nutzen eine Lösung aus Essig und Wasser, die Sie dann auf die Materialoberfläche sprühen. Anschließend können Sie die Matte unter der Dusche mit lauwarmem Wasser abspülen und zum Trocknen aufhängen.
Sofern Sie Ihre Matte zu Hause oder im Yogastudio verwenden, sollte die Reinigung im Rhythmus von etwa drei bis fünf Nutzungen erfolgen – oder eben einfach, wenn sie riecht oder schmutzig ist. Sofern Sie sie für Outdoor-Stunden nutzen, natürlich häufiger. Bei schweißtreibenden Yogastilen ist es außerdem zu empfehlen, die Yogamatte häufiger zu reinigen, da sich durch den Schweiß und den Hautkontakt mehr Bakterien auf der Materialoberfläche ansammeln.
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