- Betrug in der Beziehung ist für beide Seiten emotional belastend
- Obwohl der Betrogene verständlicherweise leidet, kann auch der Betrüger unter Problemen leiden
- Ein Psychologe verrät, warum man eine Affäre nicht unbedingt gleich beichten sollte
Wer herausfindet, dass er betrogen wurde, leidet. Schon vor Jahren hat die Forschung herausgefunden, dass die Erfahrung eines solchen Vertrauensbruchs schwere psychische und körperliche Auswirkungen haben kann – bis hin zur posttraumatischen Belastungsstörung. Der Betrüger steht dagegen zwangsläufig als Buhmann da. Mit seiner Gefühlswelt setzt man sich selten auseinander. Und das, obwohl die Entscheidung, wie es nach einer Affäre weitergeht, auch bei ihm oder ihr liegt.
So eifrig die meisten Menschen wohl beteuern würden, dass sie ihren Partner niemals betrügen würden, zeigt die Erfahrung von Ludwig Schindler etwas anderes: Treue kann man nicht garantieren. „Nichts im Leben ist ohne Risiko und perfekte Menschen gibt es nicht“, sagt der Münchner Psychologe und Psychotherapeut, der sich seit über 40 Jahren in Forschung, Lehre, Therapie und Beratung mit Paarbeziehungen auseinandersetzt. Schindler ist Mitbegründer des Online-Programms PaarBalance (www.paarbalance.de), das Paaren Anleitung für positive Veränderungen oder professionelle Unterstützung bei Beziehungsproblemen bietet. Zu letzteren gehören oft auch Seitensprünge.
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