Seit April 2024 ist der Besitz und Konsum von Cannabis in Deutschland teilweise legal. Doch schon davor kamen Vaporizer – elektrische Verdampfer – sowohl in der Medizin als auch beim Verdampfen anderer Kräuter zum Einsatz. Sie ermöglichen es, Wirkstoffe schonend zu inhalieren, ohne das Pflanzenmaterial zu verbrennen.

Gute Modelle müssen dabei nicht teuer sein: Empfehlenswerte Verdampfer für Einsteiger gibt es schon ab etwa 50 Euro. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und stellen eine kleine Auswahl bekannter Vaporizer vor.

Diese Vaporizer sind als medizinische Hilfsmittel anerkannt

Zwei Verdampfer sind in Deutschland als medizinische Hilfsmittel zugelassen: der Mighty+ Medic* und der Volcano Medic* des deutschen Herstellers Storz & Bickel. Die Kosten für beide Geräte werden unter bestimmten Voraussetzungen auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Trotz ihrer medizinischen Zulassung dürfen die Verdampfer auch privat – also ohne Rezept – gekauft und verwendet werden. Sie gelten als besonders hochwertig, sind aber im Vergleich zu anderen Geräten deutlich teurer.

Storz & Bickel Vaporizer Volcano & Mighty
Die Vaporizer-Modelle von Storz & Bickel: Volcano (l.) und Mighty+© Amazon / BMO

Anzeige

Medizinische Vaporizer von Storz & Bickel

Elektrischer Verdampfer für unterwegs

Die beiden Vaporizer sind TÜV-zertifiziert und werden in verschiedenen Online-Shops angeboten. Der Nachteil: Mit Preisen von rund 300 Euro für den Mighty+ und über 400 Euro für den Volcano Medic zählen sie zu den teuersten Verdampfern. Doch so viel Geld muss man nicht ausgeben – vor allem nicht als Einsteiger. Es gibt auch günstige Vaporizer ohne medizinische Zulassung, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Einige davon kosten unter 100 Euro.

Heizmethoden für Vaporizer: Ist Konduktion oder Konvektion besser?

Zu den günstigeren Vaporizern zählt der Stilus Pro* vom Hersteller ZEN Vaporizers. Die Verdampfer von ZEN lassen sich – wie viele andere Verdampfer – in zwei technische Kategorien einteilen: Konduktion und Konvektion. Diese Begriffe beschreiben die Art und Weise, wie die Kräuter im Gerät erhitzt werden. Beide Heizmethoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Wer zum ersten Mal einen Vaporizer kaufen möchte, sollte beide Begriffe kennen. Denn die Heizmethode wirkt sich unter anderem auf Dampfentwicklung, Geschmack und Aufheizzeit aus.

Anzeige

Jetzt sparen

Nanu x Vaporizer 3000

In Deutschland entwickelt

statt 119,90 € 17%

99,90 €

Logo
  • Temperatur zwischen 80 und 220 Grad
  • Konvektion als Heizsystem
  • Große Kräuterkammer
  • Vaporizer mit Konduktion: Bei der Konduktion liegt das Pflanzenmaterial direkt auf dem Heizelement – ähnlich wie ein Topf auf der Herdplatte. Die Hitze wird über eine Fläche übertragen. Das sorgt für einen dichten Dampf und eine schnelle Erhitzung – kann aber auch zu ungleichmäßiger Verdampfung führen – insbesondere bei mechanischen Verdampfern.
  • Vaporizer mit Konvektion: Bei der Konvektion wird heiße Luft durch die Kräuterkammer des Vaporizers geleitet – ähnlich wie bei einem Umluftbackofen oder einer Heißluftfriseuse. Das Pflanzenmaterial kommt nicht direkt mit dem Heizelement in Kontakt. Das Ergebnis ist eine schonende und zugleich gleichmäßige Verdampfung.

Konduktion und Konvektion im Vergleich:

KonduktionKonvektion
Dampf dichter und vollerGleichmäßiger Dampf – sanfte Erhitzung
Schnelle (direkte) ErhitzungGleichmäßige Erwärmung – Erhitzung dauert etwas länger
Günstig in der AnschaffungTeurer als Verdampfer mit Konduktion
Etwas kleiner und leichterOft etwas größer
Intensiver GeschmackGeschmack kann bei niedriger Temperatur weniger intensiv sein

Vaporizer mit hybriden Heiztechnologien

Einige wenige Vaporizer wie der Mighty+ Medic und der Volcano Medic von Storz und Bickel arbeiten mit einer Kombination aus Konduktion und Konvektion. Diese sogenannte hybride Heiztechnologie soll das Beste aus beiden Welten vereinen: Schnelle Aufheizzeiten, eine gleichmäßige Verdampfung und vollen Geschmack. Eine eindeutige Zuordnung zu einer der beiden Heizmethoden ist deshalb nicht möglich.

Der Hersteller ZEN Vaporizers geht einen anderen Weg: Er bietet je ein Modell speziell für Konduktion und Konvektion an – beide Varianten sind als günstige Einstiegsgeräte erhältlich.

Angebote von Amazon und Co. im Check: Vaporizer ab 51 Euro

Am Markt gibt es mittlerweile etliche Vaporizer. Wir haben uns fünf Verdampfer für rund 100 Euro genauer angeschaut und die technischen Angaben verglichen:

XMAX V3 Nano Vaporizer

Vapeble Wolke Premium

PAX Mini Vaporizer

  • Preis: 129 Euro über PAX
  • Heizmethode: Konduktion
  • Temperatur: zwischen 190 und 220 Grad
  • Akku: Lithium-Ionen Batterie mit Ladekabel
  • Alternative: Über Amazon kostet der PAX Mini 115 Euro*

DynaVap VapCap M7 XL

  • Preis: 110 Euro über Black Leaf*
  • Heizmethode: Über Feuerzeug
  • Temperatur: keine Angabe möglich
  • Akku: –
  • Alternative: Ab 69 Euro über Idealo

Norddampf RELICT

  • Preis: 98 Euro über Amazon*
  • Heizmethode: Konduktion
  • Temperatur: 160 und 240 Grad
  • Akku:  Lithium-Ionen-Akku mit 2300 mA/h
  • Alternative: Der Norddampf RELICT für 129,90 Euro über Altai Hemps*

Einige Verdampfer sind noch günstiger. Jedoch fehlt bei diesen Vaporizern oft die Angabe über das Heizsystem. Über Amazon sind mehrere solcher Geräte im Angebot und bekommen zum Teil gute Bewertungen. Der Vaporizer IOUQ KIT* kostet aktuell 49,99 Euro und wird im Schnitt mit 4,8 fünf Sternen bewertet. Auch der FX MINI von Wolkenkraft* ist mit 79 statt 99 Euro (UVP) einer der günstigeren Vaporizer, die bei Amazon erhältlich sind.

Neben den elektrischen Verdampfern gibt es auch mehrere Modelle sogenannter mechanischer Vaporizer am Markt. Sie brauchen keinen Strom und werden über eine externe Wärmequelle erhitzt – etwa ein Feuerzeug. Ein bekannter Vertreter ist der Vaporizer DynaVap für 110 Euro*. Der Nachteil dieser Verdampfer: Die Temperatur lässt sich nicht präzise regulieren. Sie eignen sich somit vor allem für den Freizeitkonsum.

In eigener Sache

Die hier genannten Produkte basieren auf öffentlich zugänglichen Angaben der Hersteller sowie auf aktuellen Angeboten aus Online-Shops. Eine unabhängige Laborprüfung liegt nicht vor. Die Empfehlungen in diesem Beitrag orientieren sich an reduzierten Preisen, technischen Daten und Nutzerbewertungen. Bitte beachten Sie, dass sich die Preise ändern und einzelne Produkte ausverkauft sein können.

Fazit: Was günstige Vaporizer leisten – und was nicht

Bisher existieren nur wenige unabhängige Tests zu Vaporizern – etwa von bekannten Institutionen wie Stiftung Warentest oder Öko-Test. Für Verbraucher bleibt daher nur der Blick auf Herstellerangaben und Kundenrezensionen.

Klar ist: Gute Vaporizer müssen nicht teuer sein. Auch Modelle unter 100 Euro können eine solide Leistung bieten – vor allem für Einsteiger oder den gelegentlichen Gebrauch. Wer jedoch auf höchste Qualität oder eine medizinische Zulassung angewiesen ist, sollte eher zu zertifizierten Geräten greifen.

FAQ

Gibt es einen Vaporizer-Test von Stiftung Warentest?

Bisher gibt es keinen offiziellen Test von Stiftung Warentest oder Öko-Test zu Vaporizern. Viele Empfehlungen basieren derzeit auf Nutzerbewertungen, technischen Daten und redaktionellen Vergleichen wie diesem.

Kann man mit Vaporizern nur Cannabis verdampfen?

Nein. Vaporizer eignen sich auch für viele andere getrocknete Kräuter wie Kamille, Lavendel oder Pfefferminze. Der Vorteil: Es findet keine Verbrennung statt, sondern eine schonende Verdampfung.

Worauf sollte man beim Kauf eines günstigen Vaporizers achten?

Wichtig sind die Heizmethode, ein zuverlässiger Akku, einfache Bedienung, eine hochwertige Verarbeitung mit möglichst wenig Kunststoffen sowie möglichst wechselbare Teile (z. B. Akkus, Mundstücke). Auch die Herkunft des Herstellers, der Produktionsort und Kundenbewertungen können Hinweise auf die Qualität geben.

*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen einkaufen, erhalten wir vom entsprechenden Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 Prozent unabhängig. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.