Der Urlaub ist gebucht, die Koffer gepackt, die Vorfreude auf die wohlverdienten Sommerferien am Strand oder in den Bergen steigt. Bleibt nur die Frage: Wer passt auf das Haus oder die Wohnung auf, wenn diese längere Zeit unbewohnt sind?

Wer erst kurz vor der Abreise über Einbruchsicherheit nachdenkt, tut das zu spät. Denn ein sicheres Zuhause erfordert Planung und Vorbereitung, erklärt Sicherheitsexperte Harald Schmidt im Gespräch mit unserer Redaktion. „Gedanken darum sollte man sich nicht nur vor dem Urlaub machen.“

Der Kriminaldirektor ist bei der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) für das Thema Einbruchschutz zuständig und hat als langjähriger Einbruchexperte schon etliche Haushalte beraten.

Zwei Irrtümer bekomme Schmidt dabei regelmäßig zu hören. Erstens: In der Urlaubszeit wird häufiger eingebrochen – statistisch ließe sich das nicht belegen, sagt der Experte. Einbruchschutz sei das ganze Jahr über wichtig. Der größte Irrtum sei aber, zu sagen „Bei mir ist eh nichts zu holen“. „Was bei jedem abhandenkommen kann, ist das gute Sicherheitsgefühl“, sagt Schmidt. Schon ein einziger Einbruch könne neben Sachschäden bleibende Folgen für die Psyche hinterlassen. Laut Studien trage jedes vierte Einbruchsopfer den Gedanken an einen Umzug mit sich herum oder schlafe danach schlechter, so Schmidt.