- Klimaanlagen lassen sich grob in Split- und Monoblockgeräte unterteilen.
- Stiftung Warentest hat sich im Mai vorrangig Split-Klimaanlagen angeschaut.
- Eine mobile Split-Klimaanlage eignet sich auch für Mietwohnungen.
Wird es in der Wohnung zu warm, greifen viele zuerst zu Ventilatoren. Reicht das nicht aus, kommen Klimaanlagen ins Spiel. Neben klassischen Split-Anlagen setzen Händler zunehmend auf kompakte Monoblockmodelle. Split-Geräte bestehen aus einem Innenteil, das im Raum kühlt, und einem Außenteil, das die Wärme ableitet. Monoblock-Klimaanlagen stehen dagegen komplett im Zimmer. Doch nicht alle Geräte kühlen zuverlässig, wie ein neuer Test der Stiftung Warentest zeigt.

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Erstmals prüften die Tester auch ein mobiles Split-Gerät, das besonders für Mieter eine interessante Alternative sein könnte. Als Testsieger ging aber ein anderes Produkt hervor. Welche Klimaanlagen überzeugen konnten und welche klare Empfehlung sich aus den Testergebnissen der Stiftung Warentest ziehen lässt.
Mobile oder Split-Klimaanlage? Klare Antwort von Stiftung Warentest

Wer sich für eine Klimaanlage interessiert, sollte die Begriffe Split und Monoblock kennen. Bis auf wenige Ausnahmen lässt sich jedes Klimagerät in eine der beiden Gruppen einteilen. Eine Split-Klimaanlage besteht aus einer Außen- und einer Inneneinheit. Die Außeneinheit entzieht dem Kältemittel die Wärme und bläst die warme Luft nach draußen. Das Kältemittel kühlt die Innenluft ab und bläst sie wieder aus. Die Inneneinheit ist nur für das Umwälzen der Luft zuständig.
Eine mobile Klimaanlage ist eine Monoblockanlage. Hier sind Außen- und Inneneinheit in einem System verbaut. Das Prinzip ist das gleiche wie bei Split-Klimaanlagen. Die warme Luft läuft hier aber über einen Abluftschlauch nach draußen – meist über ein Fenster. Das hat einen großen Nachteil: Die Klimaanlage saugt gleichzeitig warme Luft von draußen an. Selbst Abdichtungen können das nicht vollständig verhindern.
Die schlechtere Effizienz der mobilen Klimaanlagen sorgt dafür, dass diese Produkte in vielen Tests schlechter abschneiden als die Split-Klimaanlagen. In vergangenen Tests der Stiftung Warentest kam keine Monoblockanlage über die Gesamtnote 3,8 („ausreichend“) hinaus. Im aktuellen Test prüfte das Team daher keine mobilen Klimaanlagen. Dafür ist mit der „Portasplit“ von Midea erstmals ein Hybrid aus Split- und Monoblockanlage vertreten.
Testsieger: Klimaanlage von Daikin kann auch heizen

Mit der Gesamtnote 2,2 („gut“) sichert sich die „FTXM35A + RXM35A Perfera“ von Daikin den Testsieg. Neben der Kühlfunktion überzeugt die Split-Klimaanlage auch mit ihrer Heizfunktion. Viele Klimaanlagen sind mittlerweile auch als Heizung nutzbar – oft ist von einer günstigen Luft-Luft-Wärmepumpe die Rede. Vor allem für kleine Räume, die schnell aufgeheizt werden sollen, ist das interessant. Durchschnittlich kostet das Gerät laut Stiftung Warentest 1900 Euro.
Preistipp: Klimaanlage „H12S1P Dualcool“ von LG hat nur einen Nachteil

Mit einem durchschnittlichen Preis von 1030 Euro und einer Gesamtnote von 2,4 („gut“) ist die Split-Klimaanlage von LG der Preistipp im Test. Im Vergleich zum Testsieger schneidet die „Dualcool“ von LG in den Teilbereichen Kühlen und Heizen fast genauso gut ab. Die Teilnote im Bereich Umwelteigenschaften führt allerdings, dass es am Ende nur für den dritten Platz reicht. Die Umwelteigenschaften umfassen unter anderem die Energieeffizienz und die Akustik der Klimaanlagen.
Alternative zum Monoblock: Die mobile Klimaanlage von Midea

Mit der Gesamtnote 3,3 („befriedigend“) bildet die „Portasplit“ von Midea das Schlusslicht im Test. Vor allem die Teilnote für das Heizen (3,8) führte zur Abwertung. Auch die Umwelteigenschaften und die Kühlleistung reichen nicht an die Testsieger von Daikin und LG heran. Dafür hat die „Portasplit“ einen großen Vorteil: Sie zählt zu den mobilen Klimaanlagen, hat aber je eine Innen- und Außeneinheit.
„Portasplit“ von Midea macht Split-Klimaanlagen Konkurrenz
Die „Portasplit“ ist damit ein Hybrid aus Monoblock- und Split-Klimaanlage. Interessant ist das Gerät zum Beispiel in Mietwohnungen, in denen sonst eher mobile Monoblock-Klimaanlagen zum Einsatz kommen. Split-Klimaanlagen sind teurer und durch das Kühlmittel schlechter für die Umwelt. Zudem müssen Mieter sie von einem Fachbetrieb installieren und vom Eigentümer genehmigen lassen. Der Vermieter kann den Einbau einer Klimaanlage ohne Angabe von Gründen ablehnen und beim Umzug den Rückbau verlangen.
Im Test schneidet die „Portasplit“ mit der Note 3,3 besser ab als alle bisher von Stiftung Warentest geprüften Monoblock-Geräte. Das macht sie zum Testsieger unter den mobilen Klimaanlagen. Der Abluftschlauch der „Portasplit“ wird aber nicht warm, da der eigentliche Wärmetausch über die Außeneinheit am Fensterrahmen erfolgt. Die Funktionsweise ist also mit der einer Split-Klimaanlage identisch.
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Im Test erreicht die „Portasplit“ eine ähnlich gute Effizienz wie eine stationäre Split-Klimaanlage. Punkteabzug gibt es allerdings für die Heizfunktion, denn durch das offene Fenster leidet die Effizienz. Die Tester der Stiftung Warentest raten, die Heizfunktion nicht bei Minusgraden zu nutzen. Mit einem durchschnittlichen Preis von 999 Euro kommt die „Portasplit“ der Preisklasse der Split-Klimaanlagen nahe.
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Klimaanlage im Test: Urteil der Stiftung Warentest fällt deutlich aus
Auch dieses Jahr ist das Testurteil der Stiftung Warentest deutlich: Die Empfehlung geht in Richtung der Split-Klimaanlagen, die im Vergleich zu Monoblockgeräten deutlich effizienter sind. Ist die Installation eines Split-Geräts nicht möglich, kann die „Portasplit“ von Midea interessant sein. Preislich bewegt sie sich aber in einem ähnlich hohen Rahmen wie die Split-Klimaanlage von LG.
Besonders in gemieteten Immobilien können bauliche Veränderungen und Kosten daher ein Argument für mobile Geräte sein. Wichtig ist dabei allerdings, dass sich die Kühlleistung dieser Anlagen in Grenzen hält. Besonders an sehr heißen Tagen sind sie daher weniger effizient als die teureren Split-Geräte.
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