„Ich möchte, dass wir lernen, mit Kindern und Jugendlichen so umzugehen, dass sie mit 19, 20 Jahren mental gesund sind und über große psychosoziale Kompetenzen verfügen“, so der Appell des bekannten und mittlerweile verstorbenen Familientherapeuten Jesper Juul. Das neue Buch „Es gibt keine unerreichbaren Jugendlichen“ (Kösel Verlag), das auf Juuls Vorträgen beruht, zeigt auf, wie Eltern und Bezugspersonen mit Kindern in Beziehung bleiben. Eigentlich sei das nicht schwer, erklärt Mathias Voelchert, der lange Jahre mit Juul zusammengearbeitet und am Buch mitgewirkt hat.

Worauf kommt es an, wenn man wirklich in Beziehung sein möchte?

Mathias Voelchert: Jede und jeder kann eine starke Beziehung zu Kindern und Jugendlichen aufbauen, wenn gewisse Kriterien eingehalten werden. Zentral dabei ist, sich nicht als wichtig aufzuspielen, sondern wirklich auf das Kind, auf den Jugendlichen einzugehen und sich offen und ehrlich für ihn oder sie zu interessieren.

Klingt naheliegend. Warum scheitern daran dann so viele?