• Ein Reizdarm wird durch eine Störungen der Darm-Hirn-Achse verursacht. Medikamente helfen nur bedingt.
  • Doch eine spezielle Ernährung kann dafür sorgen, dass der Darm weniger Gase und Wasser produziert
  • Dabei ist der FODMAP-Gehalt der Nahrungsmittel entscheidend.

Sieht so Gerechtigkeit aus? Während die einen folgenlos Fast Food verschlingen, geben sich andere viel Mühe, sich gesund zu ernähren – und bekommen trotzdem Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Viele kennen diese diffusen Beschwerden des Reizdarmsyndroms (RDS). Lange dachte man, dass es sich dabei ausschließlich um eine psychische oder psychosomatische Erkrankung handelt.

Heute geht man von einem Organleiden aus, bei dem unter anderem Genetik, Infektionen, Allergien und das Mikrobiom (früher: Darmflora) eine Rolle spielen. „Das Reizdarmsyndrom ist weder Einbildung noch Befindlichkeitsstörung und erst recht kein Grund, sich zu schämen. Es ist ein reales Krankheitsbild“, sagt Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und Autor des Buches „Das Reizdarm-Programm“ (Gräfe und Unzer).

Dass das Reizdarmsyndrom allein psychisch bedingt ist – diese Ansicht sei noch immer weitverbreitet und eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen, sagt die Ernährungsberaterin und Reizdarmexpertin Martina McQueen. Richtig ist: Die chronischen Beschwerden mindern die Lebensqualität und belasten die Psyche. Martina McQueen weiß das aus eigener Erfahrung und aus der Ernährungsberatung, die sie anbietet.