Es war nur ein Satz. Doch er reichte aus, um alles ins Wanken zu bringen: „Was ich da sehe, gefällt mir gar nicht.“ Dazu der angespannte Gesichtsausdruck der Gynäkologin, als sie den Ultraschall vom Knubbel in Alexandra von Korffs Brust absetzt.
Die Patientin hatte ihn wenige Tage zuvor beim Duschen ertastet. Ein kleiner Knoten, eine harmlose Zyste vielleicht. Schließlich hatte sie ihre Tochter gerade erst abgestillt. Außerdem lag ihre letzte Vorsorgeuntersuchung kaum drei Monate zurück. Kein Grund zur Sorge also. Oder doch?
Sie erfährt, dass die Verhärtung in ihrer Brust keineswegs harmlos ist. Die 42-Jährige hat einen aggressiven Tumor. Diagnose: Brustkrebs. „Wirklich Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich nicht. Nach dem Befund habe ich in den administrativen Modus geschaltet“, erinnert sich von Korff. Sie entscheidet sich für eine Chemotherapie, der Tumor wird operativ entfernt, die Krebspatientin bestrahlt und abschließend mit Chemotabletten behandelt.


