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Angesichts der akuten ruft die Europäische Kommission zum Impfen auf. „Ich appelliere an alle Bürger in der Europäischen Union, sich selbst und ihre Kinder impfen zu lassen.

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Damit schützt man nicht nur die eigene Person, sondern auch die Mitbürger“, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis der Zeitung „Die Welt“.

Andriukaitis forderte, den „Mythen und Fehleinschätzungen über Impfungen nicht zu glauben“. Impfungen seien eine „wichtige Maßnahme zur Erhaltung der öffentlichen Gesundheit und sollten eine Selbstverständlichkeit sein“, betonte der Kommissar aus Litauen. Besonders wichtig seien jetzt Impfungen gegen Grippe.

Deutschland leidet unter der Grippewelle

Die Grippe hat Deutschland zurzeit fest im Griff. In der sechsten Kalenderwoche 2018 wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 17.990 labordiagnostisch bestätigte Grippefälle gemeldet.

Experten zufolge ist der Höhepunkt der diesjährigen Influenzawelle damit aber noch nicht erreicht. In der Regel dauert eine Grippewelle drei bis vier Monate.

Ein Foto von der Grippeepidemie im Winter 1918 zeigt ein kleines Mädchen, das Angst um seine große Schwester hat, die vom Grippevirus infiziert worden ist.
Ein Foto von der Grippeepidemie im Winter 1918 zeigt ein kleines Mädchen, das Angst um seine große Schwester hat, die vom Grippevirus infiziert worden ist. © dpa | Library Of Congress; The Crowley


Laut Schätzungen erkranken in Deutschland in jeder Saison zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Bei einer schweren Grippewelle wie im Winter 2014/2015 wurden mehr als 21.000 Todesfälle geschätzt – der höchste Wert seit 1996. Allerdings sterben selbst bei moderaten Grippewellen mutmaßlich mehrere hundert Menschen an den Folgen der Infektion.(dpa)