Bis vor wenigen Jahren hat sich der Autor und Wissenschaftsjournalist Bas Kast, der eigentlich aus der Hirnforschung kommt, selbst sehr ungesund ernährt: Zuckerhaltige Getränke, Fertiggerichte, Junkfood und Süßes waren Alltag. Dann bekam er massive Herzprobleme, fühlte sich auch sonst nicht mehr fit. Über eine Diät stieg er in das Thema Ernährung ein und war fasziniert, wie schnell er sich besser fühlte.

Er schrieb den Bestseller „Der Ernährungskompass“. Über 3000 Studien hat er dafür ausgewertet, etwa zwei Jahre seines Lebens der Recherche gewidmet. Viele Menschen hat der 46-Jährige so dazu gebracht, über die eigene Ernährung nachzudenken. Er selbst ist inzwischen weniger radikal als noch zu Beginn seiner Lebensumstellung – aber einige Tabus auf dem Speiseplan sind geblieben.

Herr Kast, hatten Sie diese starke Resonanz auf Ihr Buch erwartet?


Bas Kast: Nein, zumal mein alter Verlag das Buch auch ablehnte und ich mir einen neuen Verlag suchen musste. Auch ich selbst hatte am Anfang schon sehr viel Respekt vor diesem Buch, da es ja für mich fachfremd war, auch wenn ich mich mit der Auswertung von Studien an sich per se natürlich gut auskannte. Über den Grund des Erfolgs kann ich nur spekulieren. Aber was ich von Lesern an Feedback bekomme, ist, dass sie es sehr angenehm finden, dass das Buch nicht belehrend ist, sondern ihnen die Hintergrundinformationen zum Thema Ernährung vermittelt, einen Überblick verschafft und auch deutlich macht: Es gibt nicht immer ein Schwarz oder Weiß.