Faszientraining liegt im Trend. Ob Fitnessstudio, Physiotherapeut oder Rückenkurs – viele haben die Arbeit am Bindegewebe entdeckt. Die Liste der positiven Effekte ist lang: Sie soll Schmerzen lindern, die Beweglichkeit fördern, den Körper straffen, Erkrankungen der Muskeln und Gelenke mildern, die Leistung steigern oder Verletzungen vorbeugen. Doch was verbirgt sich hinter dem Trend? Und was ist dran an den Gesund­heits­versprechen?

Selbst unter Wissenschaftlern ist nicht eindeutig geklärt, was die Faszien eigentlich sind. „Reden drei Leute über Faszien, meinen drei Leute etwas Unterschiedliches“, erklärt Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Faszien – ein Netz aus Fasern, das Muskeln und Organe stützt

Viele Wissenschaftler und Forscher orientieren sich an der Definition der internationalen Fascia Research Society. Das Bindegewebe wird dort als Netz aus Fasern beschrieben, das sich durch den ganzen Körper spannt. Es hält Muskeln, Muskelfasern und Organe an ihrem Platz und verleiht Stabilität, umhüllt Gelenke und Nerven.