Auf Tiefkühlpizzen ist er immer drauf: Oregano. Nur: unbedenklich ist das auch in Tomatensoße und Aufläufen beliebte getrocknete Kraut nicht, das manche auch Wilder Majoran nennen.

Die Firma Heuschrecke Naturkost aus Troisdorf in Nordrhein-Westfalen ist seit mehr als vierzig Jahren im Biogewürze-Geschäft. Jetzt hat sie den Verkauf von Oregano gestoppt, zumindest vorläufig. Vor kurzem riefen die Gewürzhersteller Fuchs Foodservice und Teuto Markenvertrieb mit Sitz im niedersächsischen Dissen „Oregano gerebelt“ zurück, die unter anderem bei Lidl und Edeka zu haben war.

Das Problem: Getrocknet und zerkleinert fällt Oregano immer wieder durch einen erhöhten Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden auf, kurz PA – ein giftiger Stoff, der die Leber schädigen und Krebs auslösen kann. „Zwar ist die Datenlage nicht ausreichend, um repräsentative Aussagen treffen zu können. In Proben wurden aber mehr als 10.000 Mikrogramm pro Kilogramm Oregano nachgewiesen, das ist erheblich“, sagt Bernd Schäfer vom Bundesinstitut für Risikobewertung. Er ist Professor für Lebensmitteltoxikologie.

Oregano enthält leberschädigenden, krebserregenden Stoff