Beim Radeln durch die Stadt sind regelmäßig Radfahrer ohne Helm zu sehen. Laut Bundesanstalt für das Straßenwesen trug 2018 gerade einmal knapp jeder fünfte Radfahrer (18 Prozent) einen Helm. Äußerst nachlässig, sagen Unfallchirurgen. Doch letztlich muss jeder Erwachsene selbst abschätzen, was wichtiger ist: Schutz oder sitzende Frisur.
Mitunter lohnt es aber, vermeintliche Helmverweigerer zweimal zu begutachten. Sitzt unter dem helmlosen Haupt eine Art Halskrause, dann legt der Radler vielleicht doch viel Wert auf Sicherheit – und hat dafür besonders tief in die Brieftasche gelangt.
Üppige 299 Euro verlangt der schwedische Hersteller Hövding für seinen „Helm, der keiner ist“, wie die Eigenwerbung verspricht. Hövding ist schwedisch für „Häuptling“. Und optisch ähnelt der Helmersatz durchaus dem Kopfschmuck eines Stammesführers, zumindest wenn sich der Hövding bei einem Sturz aufplustert.


