Er ist einer der bekanntesten Radfahrer in Deutschland, obwohl er seine Profikarriere längst beendet hat. Doch mit seiner aufopferungsvollen Fahrweise, mit seiner Leidensfähigkeit ist Jens Voigt tief ins Gedächtnis der Radsportfans gefahren. Auch heute besitzt das Rad natürlich noch eine große Bedeutung für den 49-Jährigen, der 17-mal an der Tour de France teilgenommen hat. Wobei das Homeschooling für den Vater von sechs Kindern zuletzt fast mehr Zeit beanspruchte.

Herr Voigt, welche Rolle spielt das Rad nach 17 Jahren als Profi noch in Ihrem Leben?

Jens Voigt Es gilt der alte Leitsatz: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Vom Rad und allem Drumherum habe ich eine Menge Ahnung. Ich versuche, mein Wissen zu nutzen und weiterzugeben. Ich bin unter anderem Marken-Botschafter von Trek-Fahrrädern, Botschafter für die Tour Down Under in Australien, ich habe eine kleine Sportbekleidungs-Linie, ich veranstalte ein Eintagesrennen für jedermann in der Nähe von San Francisco, bin Kommentator für Eurosport, mache einen Podcast, halte Motivationsvorträge.

Klingt nach viel Arbeit. Und wie sieht es privat aus?