Die Krankenkasse will die lang ersehnte Kur nicht zahlen, nicht das teure Hörgerät, den Rollstuhl, die Haushaltshilfe. Oder sie stoppt das Krankengeld, weil sie die Betroffenen für arbeitsfähig hält. In solchen Momenten ist der Schock erst mal groß, denn es geht nicht nur um viel Geld, sondern um die eigene Gesundheit.

Eine Analyse des Verbraucherratgebers Finanztip zeigt: Wie häufig Leistungen abgelehnt werden, hängt auch von der Krankenkasse ab. Leider legen die meisten gesetzlichen Krankenversicherungen nicht offen, wie sie arbeiten.

Leistung abgelehnt? Gute Chancen bei Widerspruch

Die Familie der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) immerhin ist so transparent – und offenbart dabei Unterschiede: So braucht die AOK Sachsen-Anhalt im Schnitt zehn Tage, um eine Mutter-Kind-Kur zu bearbeiten, die AOK Baden-Württemberg benötigt 52. Die AOK Hessen lehnt fast ein Drittel der Anträge und Rechnungen für eine Kur oder Reha ab. Die AOK Bremen tut das nur in etwa jedem sechsten Fall.