Heinrich Strößenreuther ist in der Berliner Verkehrspolitik eine feste Größe. Der 53-Jährige initiierte den Volksentscheid Fahrrad, der im Sommer 2016 nach nur dreieinhalb Wochen 105.425 Unterschriften sammeln konnte. Im Ergebnis übernahm der rot-rot-grüne Senat die Ziele und Forderungen des Radentscheids, die 2018 mit Mehrheit der Regierungskoalition in das Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mobilitätsgewährleistung, kurz MobG einflossen.

Damit waren die Ziele des Volksentscheids im Gesetz verankert und ein Volksbegehren nicht mehr nötig. Warum der überzeugte Fahrradaktivist, der sich zur Erreichung seiner Ziele auch schon mal nackt durch die Stadt radelte und erst kürzlich in die CDU eingetreten ist, dennoch nicht zufrieden ist und neue Kampagnen plant, verrät er im Interview.

Wortführer des Protests: Strößenreuther bei einem Sit-in von Aktivisten des Volksentscheid Fahrrad auf der Kreuzberger Oranienstraße, 2016.
Wortführer des Protests: Strößenreuther bei einem Sit-in von Aktivisten des Volksentscheid Fahrrad auf der Kreuzberger Oranienstraße, 2016.© BM | Norbert Michalke

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