Professor Jan Felix Drexler forscht als Virologe der Charité auf der ganzen Welt, wie sich die Corona-Pandemie kontrollieren lässt. Manchmal sei es dann schon frustrierend nach Deutschland zurückzukommen und zu wissen, hier gibt es eigentlich alle Möglichkeiten, und trotzdem geht es mit dem Impfen so langsam voran. Im Gespräch berichtet er über die Situation in Lateinamerika und was Deutschland im Kampf gegen Corona von Ländern wie Chile, Ecuador und Kolumbien und lernen kann.
Warum lohnt es sich, die Corona-Entwicklung in Lateinamerika anzuschauen?
Professor Jan Felix Drexler: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat es mal treffend gesagt: „Entweder wir stehen das zusammen durch oder gar nicht.“ Bei meiner Arbeit stelle ich fest, was wir in der Pandemie voneinander lernen können. Und wir könnten viel voneinander lernen, wir tun es nur nicht.
Was ist die schlimmste Auswirkung davon?


