„Zum ersten Mal sind Therapien in Reichweite, die an den Ursachen ansetzen, statt lediglich die Symptome zu bekämpfen“, sagt Professor Günter Höglinger. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) macht Mut im Kampf gegen die zweithäufigste degenerative Nervenkrankheit.

„Die Ansätze sind vernünftig und vielversprechend, auch wenn es keinen Anlass zu überzogenen Hoffnungen gibt“, sagt der Neurologe im Vorfeld des Welt-Parkinson-Tages am Donnerstag (11. April).


Wie weit ist Parkinson verbreitet?

„Parkinson ist weltweit die am schnellsten zunehmende neurologische Erkrankung“, sagt Professor Lars Tönges vom St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum. Die Zahl der Patienten ist laut einer im Herbst veröffentlichten Studie der University of Rochester (USA) von etwa 2,5 Millionen im Jahr 1990 auf 6,1 Millionen im Jahr 2016 gestiegen. Ein Grund dafür ist die steigende Lebenserwartung. Männer sind um den Faktor 1,4 häufiger betroffen als Frauen. Im Schnitt erkranken die Menschen mit etwa 60 Jahren.