- Urlaub in Deutschland wird wegen der Corona-Pandemie zur attraktiven Alternative zum Sommerurlaub in Italien und Co.
- Brandenburg an der Havel ist vor allem bei Bootliebhabern gefragt: Denn ein Großteil der Stadtfläche ist mit Wasser bedeckt
- Wir zeigen, was man über die Stadt wissen muss
Schlingpflanzen wuchern, meterhoch steht das Schilf. Flauschige Pollen schweben wie Wattebäusche durch die dicke Luft. Stoisch thront ein Reiher auf einem Holzpflock. Eine Entenmutter beäugt die Paddler misstrauisch, dann eskortiert sie ihre Jungen quer durch das Seerosenfeld im engen Jakobskanal.
Unter der Vogelfamilie wabern die Blätter von Wasserpflanzen wie grüne Lappen im klaren Nass. Pure Wildnis sozusagen – und dabei doch mitten in der Zivilisation: „Wenn wir hier aussteigen würden, wären wir gleich in einer der beliebtesten Einkaufsstraßen Brandenburgs“, sagt Christian Heise, der Führer der Paddeltour durch die in der Reiseregion Havelland gelegene 72.000-Einwohner-Stadt.
Fast 20 Prozent ihrer Fläche sind von Wasser bedeckt: Seen, Kanäle, mittelalterliche Flutgräben – und natürlich die Havel, die sich hier in mehrere Arme verzweigt.


