Kaum eine Reisesparte hat das Coronavirus so getroffen wie die Kreuzfahrt. Social Distancing und ein Schiff mit Hunderten oder gar mehreren Tausend Passagieren scheinen nicht zusammenzupassen. Hinzu kommen die negativen Schlagzeilen in der ersten Phase des Pandemie-Ausbruchs.
Etwa das Fiasko der „Diamond Princess“ Anfang Februar, die mit rund 3700 Passagieren in Yokohama wegen eines Corona-Infizierten unter Quarantäne gestellt wurde. Doch anstatt durch diese Vorsichtsmaßnahme die Gefahr für andere abzuwenden, entpuppte sich das Schiff als Virenschleuder. 700 Menschen steckten sich an, 13 von ihnen starben.
Nach Monaten des Stillstands schöpft die Branche Hoffnung. Zwar musste einer der größten Kreuzfahrtveranstalter der Welt – Carnival Cruise Line – die bereits für Anfang August geplante teilweise Rückkehr von drei US-Häfen aus in die Karibik wegen der aktuellen Lage gestrichen.
Doch als neuer Starttermin steht bereits der 30. September fest. Soweit der Plan. Auch Tui Cruises und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten sollen noch im Sommer ablegen, so zumindest hofft Fritz Joussen, der Chef des Tui-Konzerns. Ende Juli könnte könnte das erste „Mein Schiff“ ablegen.


