Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Meldungen über Nasensprays und Mundspülungen, die Sars-Cov-2-Viren abtöten und so vor einer Infektion schützen. Doch ihre Anwendung sei leider kein Allheilmittel, dämpft Bernhard Olzowy die Erwartungen. Olzowy leitet die Arbeitsgemeinschaft HNO-Infektiologie und Hygiene der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC).
„In bestimmten Situationen ist die Anwendung von Mundspülungen, Nasenduschen und Nasensprays aber durchaus sinnvoll – als prophylaktische Maßnahme beispielsweise vor einer Untersuchung beim Zahnarzt, vor Kontakten zu Risikopersonen oder wenn jemand im Haushalt bereits erkrankt ist“, meint der HNO-Arzt aus Landsberg.
Bestimmte Mundwasser können Corona-Viren ausschalten
Ende letzten Jahres nahm die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene das Gurgeln etwa mit Listerine Cool Mint und die Anwendung von Rotalgen-Nasensprays zum Schutz gegen Corona bereits in ihre Empfehlungen auf. Der Grund: Studien zeigten eine komplette Inaktivierung von Sars-CoV-2.


