Heute ist Sonntag
Wo wachen Sie auf?
Wie fast jedes Wochenende wache ich zu Hause in meinem Bett auf.
Was liegt auf dem Nachttisch?
Leider gar nichts, weil ich keinen habe. Da wir aber meistens im Wohnzimmer schlafen, steht ein Tisch neben uns, und darauf steht entweder eine Rose, eine Flasche Wasser und das Spielzeug von meiner Tochter.
Und wer liegt neben Ihnen?
Zu meiner Linken liegt meine Tochter und zu meiner Rechten ihr Papa.
Was fehlt zu Ihrem Glück?
Im Moment eigentlich nichts, außer vielleicht eine vierwöchige Reise in die Karibik.
Sind Sie ein Sonntagskind oder haben Sie sich erkämpft, was Sie sind?
Ich bin ein Samstagnacht-Kind, welches dann, wohl verdient dazu gesagt, in den Sonntagmorgen hineinfeiert - mit guter Laune.
Sonntagsläuten
Wenn ich es höre, denke ich...
Es ist Zeit aufzustehen.
Und welche Musik werden Sie heute hören?
Ich werde mit Farin-Urlaub-Musik Joggen, mit Soul Classics Duschen und mit Jam FM Autofahren.
Wann haben Sie zuletzt gebetet? (Verraten Sie uns um was?)
Gestern Abend habe ich mich bei dem lieben Mann dort oben bedankt, daß es meiner Familie und mir so gut geht, daß mein Leben gerade so verläuft wie in diesem Moment. Das mache ich oft, mit ihm dort oben. Reden. Es tut gut, ich kann es nur jedem weiterempfehlen.
Gott ist...?
Ein treuer Freund. Wenn man mit ihm spricht oder betet, ist er da und hört zu. Mir gibt er immer ein gutes und sicheres Gefühl.
Der Mensch ist...?
Ach, der Mensch ist komisch. Aber sehr interessant, weil er so verschiedene Macken hat. Ich nehme jeden, so wie er ist und hinterfrage nicht mehr soviel. Früher war ich immer sehr mißtrauisch. Aber heute - Mann, ich hör mich an wie 'ne Omi! - seit meine Tochter auf der Welt ist, finde ich: der Mensch ist schon 'ne tolle Erschaffung vom lieben Herrn.
Sonntagsbraten
Der Duft löst bei mir...?
Das ist wirklich ein sehr seltenes Mahl bei uns. Es gibt ihn nur zu Familienanlässen. Aber dann genieße ich ihn richtig. Mit Kartoffeln, Rotkohl, Gemüse und fetten sahnigen Soßen. Danach ist dann aber eine Woche Pause.
Familie ist...?
Alles. Meine Familie feiert, weint und streitet sich. Wenn es darauf ankommt, dann halten wir zusammen. Ich könnte mir mein Leben nicht vorstellen ohne diesen großen Klan.
Heimat ist...?
Da, wo meine Familie ist. In Berlin.
Deutschland bedeutet mir...?
Hier bin ich geboren, aufgewachsen, hier sind meine Erinnerungen, meine guten und schlechten Erfahrungen. Hier habe ich die meiste Zeit gelebt, und obwohl ich oft über Deutschland meckere, habe ich immer wieder Heimweh, wenn ich fort bin.
Wen laden Sie zu Ihrem letzten Mahl ein?
Ich würde natürlich meine Familie und engsten Freunde einladen, und es gibt Barbecue Chicken mit Gemüse und Maccheroni and Cheese.
Sonntagsspaziergang
Wohin?
Zum Lietzensee in Charlottenburg. Aber das ist alles immer wetterabhängig. Regen ist mir egal, aber kalt darf es nicht sein. Dann geh ich gern überall spazieren, wo es grün ist.
Was war der schönste Weg Ihres Lebens?
Es war ein Weg meiner Tochter. Als sie zum ersten Mal gelaufen ist. Das ist nicht nur der schönste, sondern auch der stolzeste Weg, denn sie hat sich Zeit genommen.
Was war der schwerste Weg Ihres Lebens?
Als die Wehen eintraten und ich nachts im Schnee am Krankenhaus umherlief, weil es noch nicht soweit war. Das war hart. Wir haben Fotos davon gemacht, wie ich voller Schmerz meinen Bauch hielt. Ich würde es natürlich wieder machen.
Ihr bester Freund, was macht ihn aus?
Meine beste Freundin Tamikofee hat Geduld mit mir, hört mir zu, gibt meist gute Ratschläge und ist immer auf meiner Seite.
Hat Sie einmal jemand gerettet (und wovor)?
Carsten, der Vater meiner Tochter, hat mich einmal vor dem Ertrinken gerettet. Wir waren auf Mallorca und schwammen zu weit hinaus. Auf einmal kamen Wellen. Ich war schon völlig aus der Puste und ging ständig unter, weil die Wellen mich runterzogen. Für einen Augenblick war ich auch unter Wasser und dachte, "ey, Vanessa, hier wirst du sterben, wie kraß ist das, hier in fucking Mallorca ertrinkst du im Meer". Für einen Moment wurde ich dann wieder hochgespült und dann griff mich Carsten am Arm.
Morgen ist Montag
Was erwartet Sie?
Das ist immer so ein langsamer Tag, weil man noch so entspannt vom Sonntag ist. Ich checke in Ruhe meine E-Mails, probe Vocals, gehe ins Studio und hole dann meine Tochter vom Kindergarten ab.
Woran arbeiten Sie gerade?
Am Texte lernen. Farin-Urlaub-Texte und an eigenen, neuen Songs.
Was können Sie am besten?
Am besten bin ich Mama. Aber ich kann auch gut zuhören und ich glaube, ich bin ein sehr geduldiger Mensch.
Was fällt Ihnen schwer?
Mich zu entscheiden. Ich bin sehr kompromißbereit, was manchmal ganz toll ist, aber manchmal auch fehl am Platz. Ich bin Steinbock und will alles immer perfekt.
Wen möchten Sie diese Woche auf keinen Fall sehen?
Besser gefällt mir die Frage: Wen will ich diese Woche unbedingt sehen? Meinen Opa. Der ist hier zu Besuch aus Amerika. Ich möchte Ihn noch einmal sehen, bevor er zurück fliegt.

