Zur Person: Herbert Watterott

Er gilt als wandelndes Radsportlexikon. Und ARD-Mann Herbert Watterott ist auch der dienstälteste Reporter der Tour de France.

Er gilt als wandelndes Radsportlexikon. Und ARD-Mann Herbert Watterott ist auch der dienstälteste Reporter der Tour de France. Die diesjährige vom Doping-Skandal um Jan Ullrich überschattete Tour ist bereits seine 41., und auch seine letzte. Im September, nach der Rad-WM in Salzburg, geht der Sportjournalist in den Ruhestand. Seit 1965 hat "Watte" oder "Speiche", wie er genannt wird, das wichtigste Radsportereignis der Welt in Radio und Fernsehen begleitet. Watterott kennt wohl jede wichtige Wade im Radsport. Kennt Anekdoten zur Fahrern und Rennen, weiß, wer wo und wann als erster ins Ziel radelte. Daher hat der 64jährige immer etwas zu erzählen, auch wenn mal nichts auf der Strecke passiert. Seine Stimme versagt nie - dank Kamillentee und Weintrauben, wie er einmal im Interview verriet. Schon als Kind verfolgt Watterott Radsportreportagen im Radio. Mit 22 Jahren beginnt er beim WDR als Assistent der Aufnahmeleitung, 1973 hält er seine erste Live-Reportage von der Tour. Seitdem war er Hallensprecher bei 55 Sechstagerennen unter anderem in Berlin, Bremen, Köln und Leipzig, nahm 17mal bei Olympischen Spielen, 40mal bei Rad-Weltmeisterschaften und 25mal beim Giro d'Italia teil.