Babyleiche in Sarg von Bischof entdeckt
Bei einer Röntgenuntersuchung der mumifizierten Leiche des schwedischen Bischofs Peder Winstrup (1605-1679) haben Wissenschaftler zu dessen Füßen den kleinen Körper eines frühgeborenen Kindes entdeckt, berichtete die britische Zeitung „The Guardian“ am Wochenende. Der fünf bis sechs Monate alte Embryo war in ein Tuch gewickelt und offenbar bewusst dem 74-jährigen lutherischen Bischof von Lund beigesellt worden. Eine DNA-Untersuchung soll Aufschluss über eine mögliche Verwandtschaft geben. Früheren Untersuchungen entging das Kind dem Bericht zufolge, weil es unter den Kräutern verborgen war, die den Sarg zur Hälfte ausfüllen.
Infektionsforscher mahnt Wachsamkeit an
Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat Wachsamkeit bei Seuchen angemahnt. „Wir müssen ständig damit rechnen, dass es neue Viren oder Bakterien gibt, deshalb dürfen wir in Forschung und Aufklärung nicht nachlassen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Wichtig sei der Ausbau von Systemen, die Seuchen früh erkennen. Da der Mensch in unberührte Gebiete vordringe, steige die Gefahr. Zum Mers-Ausbruch in Südkorea äußerte er sich optimistisch. Experten gingen davon aus, dass das Virus in wenigen Wochen gestoppt sein werde. Bislang starben 27 Menschen an der Infektion.
Bau von umstrittenem Teleskop geht weiter
Ein umstrittenes Superteleskop auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii wird nach zweimonatiger Beratungspause weitergebaut, berichtet die Betreibergesellschaft. Die Arbeiten für das Gerät mit 30 Meter Länge und Baukosten von 1,4 Milliarden Dollar liefen wieder. Der Ort ist Ureinwohnern heilig. In der Vergangenheit gab es deshalb wiederholt Proteste. Die Gesellschaft hatte die Bauarbeiten nach der Blockade einer Zufahrtstraße ausgesetzt. Behördlicherseits gibt es keine Einwände, der Gouverneur von Hawaii überließ es der gemeinnützigen Betreiberorganisation, ob sie weiterbauen will.
Überreste einer 1500 Jahre alten Eiche entdeckt
Im westfälischen Salzkotten-Scharmede (Kreis Paderborn) sind in einer Feuchtwiese die Überreste eines 1500 Jahre alten Baumes entdeckt worden. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am Montag in Münster mitteilte, handelt es sich bei der „Baumleiche“ um eine Eiche, die etwa 500 nach Christus umgestürzt war. Den Angaben zufolge gibt es aus dieser Zeit – dem Übergang zwischen Spätantike und frühem Mittelalter – nur selten archäologisch verwertbare Holzfunde. Der Baum lasse Rückschlüsse auf das Aussehen der Landschaft vor 1500 Jahren zu.

