Berlin - Eine neue Heilwirkung des Knoblauchs haben US-Forscher entdeckt. Die chemischen Säfte der Zwiebelart erzeugen Schwefelwasserstoff (H 2 S). Das ist zwar prinzipiell ein Gift, doch in sehr kleinen Konzentrationen sei es im Körper ein Botenstoff, so Gloria Benavides von der Universität von Alabama in Birmingham im Fachmagazin "PNAS": H 2 S entspannt die Blutgefäße und verbessert so die Blutzirkulation.

Fazit: Regelmäßig geschluckt, senkt Knoblauch den Bluthochdruck und damit das Risiko für Herzerkrankungen. Darüber hinaus regulieren die Zehen das Blutfett. Zu beobachten sei die Wirkung rund ums Mittelmeer, wo Knoblauch am meisten geschätzt wird und wo die verblüffend niedrige Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen auffällt.

Im Labor überprüfte das Benavides-Team seine Theorie und träufelte den Knoblauchsaft im Reagenzglas auf rote Blutzellen. Unverzüglich sonderten diese H 2 S ab. Auch getrockneter und pulverisierter Knoblauch entfaltet seine Wirkung - wenn auch vermindert. Der Rat der Forscher: Wer die Zehen nicht erträgt, sollte sich zumindest die Präparate gönnen.

eb