Havelhöhe ist Deutschlands beste Klinik

Dass Patienten in Berliner Krankenhäusern vergleichsweise gut aufgehoben sind, ist längst bekannt.

Berlin - Dass Patienten in Berliner Krankenhäusern vergleichsweise gut aufgehoben sind, ist längst bekannt. Dass aber das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe bei einer aktuellen, bundesweiten Befragung von rund 50 000 Patienten, die die Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt hat, auf dem ersten Platz landet, ist ein Erfolg für die Mitarbeiter. Sie stachen damit 1999 andere Kliniken in Deutschland aus.

Die Patienten wurde daraufhin befragt, welche Erfahrungen sie während ihrer Behandlung im Krankenhaus gemacht haben: Wie zufrieden sie etwa mit dem Service der Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger und Angestellten waren, wie gut die Diagnosen und Therapievorschläge erklärt wurden und wie erfolgreich Operationen und Versorgung nach Meinung der Patienten waren. Auch die Sauberkeit der Zimmer war ein Faktor, der in die Auswertung der Patientenzufriedenheit mit einfloss.

Christoph Straub, Vizechef der TK, sagte über die Aussagekraft der Befragung: "Das ist der erste Klinikführer, der eine wichtige Perspektive bei der Beurteilung von Krankenhäusern einbezieht - nämlich die des Patienten."

Erst Anfang dieser Woche war Kritik an den von der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) veröffentlichten Daten laut geworden. Hierbei wurden die Krankenhäuser nach der Erfolgsquote für einzelne Operationen und Versorgungen verschlüsselt bewertet. Diese Daten werden jährlich bundesweit und von den einzelnen Ländern veröffentlicht. Allerdings sind diese Daten für Nichtmediziner nur schwer zu lesen.

Im Klinikum Havelhöhe wird nach schulmedizinischen Gesichtspunkten behandelt. Es ist zudem auf Anthroposophische Medizin, Schmerztherapie sowie Leiden der Verdauungsorgane spezialisiert und verfügt über ein Kontinenzzentrum. Auch für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe gibt es eine Fachabteilung. Dabei verfolgt die Klinik einen besonderen Ansatz in der Betreuung der Patienten: Das gemeinsame Ziel aller im Krankenhaus tätigen Mitarbeiter sei die Hilfeleistung für den kranken und leidenden Mitmenschen. Alle hierzu notwendigen gemeinsamen Anstrengungen orientieren sich an der Idee der freien, sich entwickelnden und selbst bestimmenden Persönlichkeit, so die Klinik.

Dieser patientenkonzentrierte Ansatz geht auf die anthroposophischen Lehren von Rudolf Steiner zurück. An der Havelhöhe wird Wert darauf gelegt, "die Individualität der Patienten in ihren geistigen, seelischen und leiblichen Dimensionen und in deren Zusammenhängen zu erfassen".

Das Krankenhaus Havelhöhe wurde bereits 1936 errichtet. Nach dem Krieg wurde es zunächst als Zentrum für Tuberkulose geführt. Seit den 80er-Jahren ist es ein Allgemeinkrankenhaus. Das Haus verfügt heute über 291 Betten. Patienten aller Kassen werden im Klinikum Havelhöhe behandelt.

Die Techniker Krankenkasse hat für ihre Krankenhausstudie 107 000 Versicherten einen Fragebogen mit 41 Fragen geschickt. 52 Prozent hatten geantwortet. Im Internet können Patienten und Angehörige ihre Postleitzahl und ihre Erkrankung eingeben. Die Suchmaschine sucht dann die für diese spezielle Krankheit geeigneten Kliniken heraus. Die Patientenzufriedenheit und die Fallzahlen werden angegeben.

Informationen im Netz:

www.tk-online.de