Java - Betonbälle und Stahlketten sollen jetzt den Schlammvulkan auf Java stoppen. 7000 Kubikmeter Schlamm quellen jeden Tag aus dem Krater, an manchen Tagen ist es sogar das Zwanzigfache.

Wie der gigantische Betonpfropf aussehen soll, haben sich Indonesische Geophysiker vom Bandung Institute of Technology überlegt: Der Stopfen besteht aus tausend Stahlketten, jede mit einer Länge von 1,5 Metern und einem Gewicht von 300 Kilogramm, an denen vier Betonbälle mit Durchmessern von 20 und 40 Zentimetern aufgereiht sind, nach und nach in den Schlund des Vulkans einzubringen. Ihre Ketten-Konstruktion beschreiben die Forscher in "Nature-Online". Ihr Plan: Der zähe Schlamm umfließt Betonbälle und Ketten und verliert auf diese Weise einen Großteil seiner Energie.

Auf diese Weise, so hoffen die Geophysiker, werde der Vulkan "müde und sanft gekillt werden". Für das Projekt veranschlagen sie 440 000 Dollar, die Kosten soll die Ölgesellschaft Lapindo Brantas übernehmen, durch eine Bohrung den Vulkan höchstwahrscheinlich aktiviert hat.

Seit Monaten ist der Vulkan auf Java jetzt schon außer Kontrolle. Alle Versuche, ihn zu stoppen, sind gescheitert. Weder gelang es mit Bohrungen Druck abzulassen.

eb