„Mehr Wettbewerb kann dem Taxigeschäft nicht schaden“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Uber profitiert allerdings auch davon, dass es den strengen Regularien für das traditionelle Taxiwesen nicht ausgesetzt ist.“ Daher sei es angebracht, „eine liberalere Ausgestaltung der bisherigen Regulierung zu diskutieren“.

Konkret ist laut Mundt denkbar, Ortskenntnisse bei Taxifahrern nicht mehr so scharf zu prüfen. „Navigationssysteme sind ein gutes Beispiel dafür, dass auch technische Weiterentwicklungen Deregulierungen nahelegen können.“ Das kalifornische Unternehmen Uber, zu dessen Geldgebern Google und Goldman Sachs gehören, vermittelt Fahrgäste über Smartphone-Apps gegen Provision an Gelegenheitsfahrer (UberPop). Dagegen hat das Taxigewerbe geklagt, weil es um seine Einnahmen fürchtet. Uber-Fahrer besäßen keine Genehmigung zur Personenbeförderung und ihre Fahrzeuge seien nicht entsprechend versichert. Uber ist auch in Berlin aktiv.

Zuletzt war der Fahrdienstvermittler auf das deutsche Taxigewerbe zugegangen. Die US-Firma führt nun auch in Deutschland seine Plattform Uber Taxi ein, über die Taxifirmen ihre Dienste anbieten können. Damit tritt Uber in Konkurrenz zu den Taxirufzentralen, vor allem aber zu etablierten Apps wie MyTaxi von Daimler. Außerdem will Uber sein Limousinen-Angebot UberBlack anpassen, nachdem es vor einigen Tagen vom Berliner Verwaltungsgericht verboten worden war. Die Richter hatten bemängelt, der Chauffeurdienst verstoße gegen die Rückkehrpflicht von Funkmietwagen an den Betriebssitz. Zugleich werde Uber aber auch eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts einlegen. Es hatte auch den Betrieb von UberPop untersagt.

rtr/dpa