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US-Sammelklage gegen neue Nutzungsrechte bei Instagram

Gegen die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Online-Fotodienstes Instagram ist in den USA eine Sammelklage eingereicht worden.

Wie die kalifornische Anwaltskanzlei Finkelstein und Krinsk meldete, reichte sie die Klage gegen die Facebook-Tochter am Freitag in San Francisco ein. „Instagram nimmt seinen Nutzern ihre Rechte, während es sich selbst von jeder Verantwortung abschirmt“, heißt es.

Die neuen Nutzungsregeln sahen unter anderem vor, dass die von Nutzern veröffentlichten Fotos weltweit und kostenfrei für Werbungen auf Instagram- und Facebook-Seiten genutzt werden dürfen. Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte Instagram vor einer Woche allerdings zurück. „Um es deutlich zu sagen: Wir haben nicht die Absicht, Eure Fotos zu verkaufen“, erklärte Mitbegründer Kevin Systrom. „Wir besitzen Eure Fotos nicht, das tut Ihr.“

In der Klageschrift heißt es jedoch, Instagram habe seine Pläne nicht vollständig zurückgenommen, sondern die Regeln nur zu PR-Zwecken umformuliert. Außerdem solle sichergestellt werden, dass Instagram-Nutzer, die sich von dem Onlinedienst abwendeten, weiterhin alle Rechte über ihre dort veröffentlichten Bilder behielten. Die Anwaltskanzlei hob hervor, dass sich Zehntausende Instagram-Nutzer im Bundesstaat Kalifornien der Sammelklage anschließen könnten.

Die von Facebook übernommene Plattform ist mit 100 Millionen Nutzern einer der populärsten Fotodienste im Netz. Instagram richtete sich beim Start 2010 an iPhone-Nutzer und bot ihnen eine einfache Bedienung und eine Auswahl an Farbfiltern. Facebook hatte im Frühjahr eine Milliarde Dollar für Instagram geboten. Der Mutterkonzern kündigte nun an, die Klage „energisch zu bekämpfen“.