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US-Musikdienst Senzari übernimmt Berliner Wahwah.fm

Das Berliner Musik-Start-up Wahwah.fm ist vom US-Konkurrenten Senzari übernommen worden.

Das teilte Senzari mit. Die Amerikaner erwerben demnach 100 Prozent an Wahwah.fm im Tausch gegen Aktien. Dafür gehen die Radiolizenz und die Technologie in das Eigentum der Amerikaner über. Wahwah-Gründer Philipp Eibach soll für Senzari arbeiten. Er sei das eigentliche Ziel der Übernahme, sagte Senzari-COO Demian Bellumio dem US-Technologie-Blog TechCrunch. Eibach soll seinen Dienst in Berlin weiterentwickeln. Dazu soll das bisherige Team um mindestens zehn Mitarbeiter verstärkt werden. Eibach hatte Wahwah.fm 2010 in Berlin gegründet. Das Unternehmen hat eine App entwickelt, die aus Smartphones individuelle Radiostationen macht. Benutzer können ihre Musik senden und gleichzeitig mithören, welche Lieder die Menschen in der Umgebung hören. Zu den Gründungsfinanziers gehörte das Wagniskapitalunternehmen von SAP-Gründer Hasso Plattner.

Die Übernahme ist Senzaris Einstieg in Deutschland. Der Musikdienst, der in den USA dem Platzhirschen Pandora Konkurrenz macht, ist in Europa bislang nur in Großbritannien und Spanien verfügbar. Dabei geben Nutzer in ihr Smartphone den Namen eines Künstlers ein und können dann einer virtuellen Radiostation zuhören. Diese sogenannten Streamingdienste sind das derzeit schnellstwachsende Angebot in der Musikbranche. Senzari hat seinen Sitz in San Francisco und wurde ebenfalls 2010 gegründet.