Frankfurt/Main - Die vor allem im Osten Deutschlands vertretene Einrichtungshaus-Kette Möbel Höffner will die hessische Möbel-Walther-Gruppe ganz schlucken. Der Berliner Höffner-Eigentümer Kurt Krieger bietet einer Pflichtmitteilung vom Dienstag zufolge mit 13,80 Euro je Stamm- und 8,30 Euro je Vorzugsaktie deutlich mehr, als die Möbel-Walther-Papiere an der Börse wert sind. Die vorübergehend vom Handel ausgesetzten Aktien notierten zuvor bei 10,80 (Stämme) und 6,45 Euro (Vorzüge). Krieger hält seit drei Jahren mehr als 50 Prozent an der in Gründau-Lieblos ansässigen Möbel Walther AG. Die Gruppe um Krieger, zu der auch Möbel Kraft gehört, zählt zu den größten Möbel-Handelsketten in Deutschland. Zuletzt war der österreichische Anbieter XXXLutz aggressiv auf den deutschen Markt vorgedrungen und mit der Karlsruher Mann Mobilia zur Nummer zwei hinter Ikea aufgerückt.

Möbel Höffner betreibt mit rund 4000 Mitarbeitern elf Möbelhäuser in Deutschland, Möbel Walther hat zehn Einrichtungshäuser und 15 "Sconto"-Möbelmärkte, in denen Mitte des Jahres 2600 Mitarbeiter beschäftigt waren. Walther war mit 500 Mio. Euro Umsatz nach drei Verlustjahren 2004 in die Gewinnzone zurückgekehrt, der operative Gewinn lag vor Steuern bei 14,8 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2005 ging das Ergebnis vor Steuern auf 6,8 (Vorjahr: 8,2) Mio. Euro zurück, der Umsatz stieg durch vier neue "Sconto"-Märkte um sieben Prozent. rtr