Transrapid nach Leipzig

Kaum hat sich die Düsseldorfer Landesregierung vom Metrorapid-Projekt im Ruhrgebiet verabschiedet, meldet sich Hessens Ministerpräsident Roland Koch: Man könne doch eine Magnetschnellbahn-Verbindung zwischen den Flughäfen Frankfurt und Hahn im Hunsrück bauen. Ein Blick auf die dortige Landschaft macht sofort deutlich, dass die Baukosten in astronomische Höhe schnellen würden. Jetzt kommt Bundesverkehrsminister und Aufbauost-Beauftragter Manfred Stolpe mit der Idee, Leipzig und Berlin mit einem Transrapid zu verbinden. Geografisch gäbe es dabei keine Hindernisse, hier liegt weitgehend plattes Land. Die Idee beflügelt aber eine andere Diskussion: Die Zusammenfassung der Flughäfen von Berlin und Leipzig unter einem Dach. Dies könnte eine sinnvolle Lastenteilung werden. Der ausgebaute Flughafen Leipzig ohne Nachtflugverbot übernimmt die Interkontinentalflüge und die Luftfracht, Berlin weitgehend den Personenflugverkehr. Ein Ausbau von Schönefeld zum Großflughafen würde sich erübrigen, eine Menge Geld wäre gespart. Was einer gemeinsamen Flughafen-Holding noch fehlt, ist eine superschnelle Verbindung zwischen den Städten. Im Transrapid wären Leipzig und sein Flughafen so schnell wie heute Potsdam zu erreichen.