Sie bildeten vor Jahrhunderten eine Kommune von Ackerbürgern, die Konflikte innerhalb ihrer Gemeinschaft durch eine freiwillige Gerichtsbarkeit, die „Wröhe“, schlichtete. Etwa, wenn es zum Streit über die Feldbestellung oder die Viehhaltung kam. Die Wröhmänner konnten bis ins 19.Jahrhundert die Wiesen am Flussufer, nahe dem Treidelweg, kostenlos nutzen. Sie dienten als Versammlungsstätte und als Weide für Pferde. Später wurde die Fläche ein Lagerplatz für Schiffer. 1913 und 1914 entstand eine große Grünanlage zwischen Havel, Neuendorfer Straße und Wröhmännerstraße. Sie heißt seit 1964 Wröhmännerpark. Der Park ist 2,5 Hektar groß.

Wröhe ist ein plattdeutsches Wort und bedeutet „Rüge“ oder „Aufsicht“. Diese Art der Gerichtsbarkeit ist auch aus anderen Gegenden bekannt, etwa aus der Stadt Werneuchen. Dort fand die Rechtssprechung unter der Wröhlinde statt. Auf vier Feldsteine wurden Bretter gelegt, und damit Bänke geschaffen, auf denen die ehrenamtlichen Richter Platz nahmen und Recht sprachen.

saf