Zum einen steckt hinter ihm ein gleichermaßen vielversprechendes wie vielseitiges Team: Regisseur ist Peter Ramsey. Das Drehbuch nach den "Guardians of Childhood"-Geschichten des Kinderbuchautors William Joyce schrieb David Lindsay-Abaire, der sowohl das erwachsene Drama ("Rabbit Hole") als auch Kinderkomödien ("Robots") beherrscht. Als ausführender Produzent ist zudem Fantasy-Spezialist Guillermo del Toro dabei.

Zum anderen geht es in "Die Hüter des Lichts" wirklich um Weihnachten. Genauer gesagt, der Film handelt von Ritualen und Mythen, aber auch von nächtlichen Träumen, Schneeballschlachten und dem Verlust der Milchzähne. Für all das hat die Folklore Protagonisten erfunden, die sich in den kindlichen Glaubenswelten zuhause fühlen. Und weil diese lichte Welt gerade mal wieder von den dunklen Mächten der Angst bedroht wird, versammeln sich am Nordpol nicht nur Weihnachtsmann und Osterhase, sondern auch der Sandmann und die Zahnfee zu einer fabelhaften Superheldentruppe.

Neu ist der dauerpubertierende, 300 Jahre junge Schnösel Jack Frost. Der kann mit seinem Zauberstock zwar die Welt mit Schnee und Eis überziehen, leidet aber an einem Identitätsproblem: Er weiß nicht, woher er kommt und welchen Sinn sein Handeln hat. Ohne diese menschliche Dimension hätte aus dem Film mit seinen Projektionen und Querverweisen, seinem rasanten Tempo und seiner Masse an fantasievollen Details ein chaotisches, überkandideltes Werk werden können. So aber tritt Komplexität an die Stelle des Chaos. Mit großen Augen sitzt die Familie vor der Leinwand, staunt und geht dank herausragender 3D-Animation vor so manchem animierten Schneeball in Deckung.

Animation: USA 2012, 98 Min., von Peter Ramsay, mit Chris Pine, Isla Fisher, Alec Baldwin

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