Konzert

Musikalische Hippies

Silke Böttcher

Es soll immer noch Leute geben, die beim Auftritt der 17 Hippies nachzählen, ob wirklich 17 Musiker auf der Bühne stehen. Und dann staunen, dass sie nur auf 13 kommen. Aber das hat alles seine Ordnung.

Als Christopher Blenkinsop, Carsten Wegner, Lutz "Lüül" Ulbrich, Kristin "Kiki" Sauer und Reinhard Lüderitz die Band 1995 gründeten, fiel ihnen der Name zufällig ein. Bis 2004 stießen Antje Henkel, Elmar Gutmann, Ulrike Lau, Henry Notroff, Dirk Trageser, Uwe Langer, Volker "Kruisko" Rettmann und Kerstin Kaernbach dazu. Macht exakt 13 Hippies.

Bei einer solchen Zahl an Musikern ist es nicht weiter verwunderlich, dass reichlich Musikstile aus aller Welt im Repertoire auftauchen. Die Berliner Band, die hauptsächlich auf akustischen Instrumenten von Dudelsack bis Ukulele spielt, mischt osteuropäische Melodien mit französischem Chanson, jamaikanischen, griechischen und türkischen Rhythmen und amerikanischer Folkmusik. "Berlin Style" nennen sie das mitreißende Gemisch aus Lebensfreude und Melancholie, das sie mit deutschen, englischen und französischen Texten versehen.

Anfang des Jahres ist das dritte Studioalbum "El Dorado" erschienen. Daneben kümmern sich die Künstler auch um andere Projekte. So komponierten sie die Musik zu Andreas Dresens Kinofilm "Halbe Treppe" und zum Theaterstück "Kasimir und Karoline".

Heute und morgen sind die 13 musikalischen Berliner, die allein im vergangenen Jahr in zehn Ländern aufgetreten sind, im nahezu ausverkauften Kesselhaus der Kulturbrauerei zu erleben. Als Gast haben sie den New Yorker Sänger Elyas Khan eingeladen.

Kesselhaus: Knaackstr. 97, Prenzl. Berg, Tel. 44 31 51 51. 20 Uhr, Restkarten 22 Euro