Einzigartig überrascht die Lehmofen-Speise "Chicken Pudina Tikka" auf dem vorgewärmten Teller die Augen und später den Gaumen durch die ungewöhnlich frische Farbe. Zwölf Stunden in Joghurt eingelegt und mit Koriander, Minze und grünem Chili mariniert, runden Garam Masala und weißer Pfeffer dieses exotische Gericht ab. Abdul Hamid Shaikh, der Inhaber des Restaurants, reist regelmäßig auf Rezeptsuche in seine Heimat, 200 Kilometer von Bombay entfernt, um seinen Gästen in Westend immer neue Köstlichkeiten servieren zu können.
Die Lounge des Restaurants wird durch warme Farben, edle Stoffe und Lampen zu einem Ort, der zum Cocktail- oder Teetrinken und zum Plaudern einlädt. Allerdings kommt das Ambiente eher abends so richtig zur Geltung, mittags wirkt das Rasas etwas zu dunkel.
Zur Mittagszeit gibt es preiswerte Tagesangebote, aber keine Menüs. Aber bei den vier Tellergerichten zwischen 5,50 Euro und 7,50 Euro dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. So gibt es meist ein vegetarisches Gericht, eines mit Geflügel, mit Lamm und mit Fisch, die allesamt mit Basmati-Reis und kleinem Salat serviert werden. Der Gewürztee (2 Euro) ist neben dem Mango-Lassi ein Klassiker des Rasas.
Meine Tamatar Shorba (Tomatensuppe) war sehr heiß, schmeckte aber nicht besonders würzig (3,50 Euro). Das Gohst Kohlapuri (Lammcurry mit roten Zwiebeln, Ingwer und Chilli) für 6,90 Euro war ein ordentlicher Mittagstisch, nichts Aufregendes, aber zum Sattwerden. Und der Salat mit frischen Tomaten und Gurken hatte etwas viel Eisbergsalat und Dressing. Aber mittags ist ja nicht aller Tage Abend.
Rasas Bayernallee 42a/Ecke Länderallee, Charlottenburg, Tel. 33 77 29 41, tgl. 12-0 Uhr, www.rasas-berlin.de
Bewertung
Geschmack ****
Ambiente ****
Service ***
Preis/Leistung ****
Gesamt ****
Höchstwertung: * * * * *
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