Und die Künstlerin aus der Schweiz ist die Heldin darin.

"SSDSDSSWEMUGABRTLAD" (Kurzform für "Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf") hieß die Stefan-Raab-Show, die Stefanie Heinzmann im Sommer 2007 schlagartig bekannt machte. Die 18-Jährige sang Lieder von Joss Stone und Norah Jones mit so kraftvoller Soul-Stimme, dass auch Joss Stone begeistert gewesen wäre. Und so ist es kein Wunder, dass die Sängerin den Wettbewerb gewann.

"My Man Is A Mean Man" hieß der Siegertitel, der prompt in Deutschland mit Gold und in der Schweiz mit Doppel-Platin veredelt wurde. Das dazugehörige Album "Masterplan" landete ebenfalls ganz vorne in den Charts. Dazu hagelte es Auszeichnungen vom Comet über den Echo bis zur Goldenen Henne.

Das wäre für manches Casting-Popsternchen der Augenblick, die Karriere mit medienwirksamen Skandälchen noch ein bisschen weiter anzufeuern. Doch derlei Aufmerksamkeit ist Stefanie Heinzmanns Sache nicht. Sie will mit ihrer Musik und ihrer Gänsehaut-Stimme auffallen, nicht mit bizarren Stylings oder wilden Affären.

Inzwischen ist mit "Roots To Grow" der zweite Longplayer der mittlerweile 20-jährigen Sängerin erschienen, wieder eine gut hör- und tanzbare Mischung aus Pop, Rock und Soul mit Abstechern zu Reggae, R 'n' B und Jazz. Für den Titeltrack holte die Sängerin gar den Reggae-Star Gentleman mit ins Studio. Heute stellt Stefanie Heinzmann das neue Werk im Postbahnhof vor.

Postbahnhof/FritzClub: Straße der Pariser Kommune 3, Friedrichshain, Tel. 61 10 13 13. Heute, 20 Uhr, 29,50 Euro