Neben den seit Jahren bekannten Bereichen wie der Kurfürstenstraße in Schöneberg, der Oranienburger Straße in Mitte oder der Straße des 17. Juni in Charlottenburg beobachtet der Senat in diesem Jahr erstmals Prostitution in vier neuen Gebieten. Das geht aus der Antwort der Senatsfrauenverwaltung auf eine Parlamentarische Anfrage aus der Berliner CDU-Fraktion hervor. Demnach wurde in diesem Jahr in Buch, Spandau, Neukölln und Hohenschönhausen Straßenprostitution festgestellt. Den Angaben zufolge gibt es über die tatsächliche Zahl der Prostituierten in Berlin jedoch nur Schätzungen. Beratungseinrichtungen würden mit rund 8000 Menschen in der Stadt rechnen, so die Senatsverwaltung. Wie viele Frauen gezwungen werden, als Prostituierte zu arbeiten, lässt sich laut Verwaltung kaum sagen. 2011 seien in Berlin 79 Opfer von Menschenhandel festgestellt worden, die Dunkelziffer sei jedoch „signifikant“.