Molly (Molly Parker) ist schwanger und erwartet in Kürze ihr erstes Kind. Doch Eddy, der Vater, lässt sie im Stich. Debbie (Shirley Henderson) hat bereits einen Sohn. Doch ihre Beziehung mit Dan ging schon vor einiger Zeit in die Brüche. Doch auch als allein erziehende Mutter will sie nicht zusehen, wie das Leben an ihr vorbeizieht. Nadia (Gina McKee) ist Single. Doch ist sie verzweifelt auf der Suche nach der großen Liebe. Doch, doch, doch ... Drei Schwestern, die dem Leben unerbittlich ein kleines Stück Glück abzutrotzen versuchen.
Michael Winterbottom begleitet in "Wonderland" (1999) seine Heldinnen an einem ereignisreichen Wochenende durch London. Wunder gibt es immer wieder, nur natürlich nicht bei Winterbottom, der in seinen filmischen Dokumenten Wirklichkeit gnadenlos ungeschönt, politisch engagiert beleuchtet - diesmal authentisch unterstützt durch Handkamera, natürliche Lichtverhältnisse an Originalschauplätzen. Wie seine Heldinnen versucht der wunderbar fließende Rhythmus des Films der tristen Wirklichkeit zu trotzen, verstärkt durch die märchenhafte Musik Michael Nymans in Anlehnung an die Titelanspielung "Alice im Wonderland". Doch selbst wenn am Ende des Films die Überlebenskämpfer kurz innehalten ob des Neugeborenen, ist klar, dass dies nur ein kurzes Durchatmen bedeutet. "Wonderland" zeigt das Filmkunsthaus Babylon im Rahmen der Winterbottom-Retrospektive, die noch bis 29. Februar läuft.
"Wonderland": Babylon Mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30. Tel.: 242 50 76. Heute 19 Uhr.
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