Herr Halmakenreuther ist eine der legendären Gestalten der deutschen Fernsehgeschichte. Wem es entfallen sein sollte: In Loriots Sketch «Der Bettenkauf» preist Herr Halmakenreuther als Matrazenfachmann die Segnungen der «Federkernmuffe» (oder so). Ähnlich witzig ist die gleichnamige Berliner Band. 1993 wurde sie aus den Resten der Punk-Combos «The Fate» und «Current Colours» gegründet; 1995 stürmte sie die deutschen Charts. Die vier Jungs waren nämlich auf die Idee gekommen, den «Take That»-Schlager «Back for good» in einer abstrusen Heavy-Metal-Version aufzunehmen. Zum Dank gab es einen Plattenvertrag und die Einladung zu Stefan Raab. Drei Jahre lang tourte «Halmakenreuther» dann durch die Lande, zog «How deep is your love» von den Bee Gees oder Karel Gotts «Biene Maja» punkig durch den Kakao - und löste sich 1998 plötzlich auf. Seit vergangenem Dezember jedoch haben sich Jörn-André Delatkowski (Gesang), Tino Meister (Gitarre), Oliver Wald (Bass) und Sven Ruschka (Schlagzeug) wieder lieb. Heute gastieren sie mit stimmlicher Unterstützung von René Franke «Abgedreht». Vorgesehen ist ein «akustisches Vorweihnachtsprogramm». Besinnlich wird das bestimmt nicht. j.e.
Abgedreht, Karl-Marx-Allee 140, Friedrichshain. 20 Uhr. Eintritt frei .

