Volleyball

BR Volleys kämpfen gegen ihr Pokal-Trauma – und gegen Haching

Ob der Druck jetzt nicht sehr groß sei, wurde Mark Lebedew gefragt.

Seine Mannschaft, die BR Volleys, empfangen an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) Generali Haching zum Halbfinale um den deutschen Volleyball-Pokal. Ausgerechnet Haching, den Cupverteidiger, der die Berliner in den vergangenen drei Jahren aus dem Wettbewerb geschmettert hatte. Lebedew sagte lächelnd: „Ich will den Druck gar nicht rausnehmen. Druck macht Diamanten.“

Der Australier wünscht sich also eine glänzende Leistung von seinen Spielern. Die wird wohl nötig sein. Viermal in den vergangenen fünf Jahren wurden die Münchner Cupsieger; es ist so etwas wie ihre Spezialität, den Pokal zu gewinnen. „Diese Partie hat schon Finalcharakter“, sagte Berlins Star Robert Kromm, „da muss man nicht unbedingt sein bestes Volleyball zeigen, da spielen auch die Nerven eine Rolle.“

Offenbar besonders bei den BR Volleys, denn sie haben geradezu ein Pokal-Trauma. Schon acht Jahre liegt ihre letzte Finalteilnahme zurück, die Trophäe gewonnen haben sie zuletzt im Jahr 2000. Zwar haben die Berliner zum Saisonauftakt im Kampf um Punkte die Hachinger 3:1 besiegt. Doch seitdem sind die Bayern ungeschlagen, gewannen dabei in Friedrichshafen, Bühl und Düren. Egal, wie hoch der Druck war.