Wasserball

Spandau verliert Finale und greift nach der 33. Meisterschaft

Erstmals seit der Meisterschafts-Finalserie der Saison 2010/2011 gegen den ASC Duisburg haben die Wasserfreunde Spandau 04 national wieder ein Wasserball-Pflichtspiel verloren.

Im Pokalfinale am Pfingstsonntag in Krefeld-Uerdingen triumphierte der Dauerrivale deutlich mit 9:6 (4:2, 1:1, 2:1, 2:2). Die Spandauer, die 28 Mal seit 1979 den Pott holten, schafften es nie, den Rückstand aus dem ersten Viertel entscheidend zu verkürzen und der Partie eine echte Wende zu geben.

„Duisburg war mental auf das Duell bestens vorbereitet, spielte bissig und aggressiv, wusste immer eine Antwort auf unsere Aktionen“, erklärte der Spandauer Manager Peter Röhle, der anerkannte, „dass die in diesem Match bessere Mannschaft gewonnen hat“. Mit dem ersten Sieg gegen Spandau in einem echten Endspiel um Titel hat Duisburg vor der am Mittwoch im heimischen Freibad beginnenden Best-of-Five-Finalserie um die Deutsche Meisterschaft einen psychologischen Vorteil. „Wir werden uns vor Ort auf unser erstes Freibecken-Spiel der Saison vorbereiten“, so Röhle.

„Unser Ziel bleibt DM-Titel Nummer 33.“ Die Pokalniederlage, so der Manager, gebe „als Weckruf“ dafür zusätzliche Motivation. Und der Berliner sieht der Verwirklichung des Zieles gelassen entgegen. „Ich denke, wir holen den Titel. Zweimal besiegt uns Duisburg nicht. Unser Team hat ganz einfach die Qualität dazu.“ Mit einem Auftakterfolg wollen sich die Spandauer freie Bahn für die dann folgenden beiden Heimspiele verschaffen. Dennoch verhehlt der 55-Jährige nicht, dass es „für die Wasserballszene in Deutschland auch mal ganz gut ist, wenn ein anderes Team gewinnt.“ Röhle weiter: „Ich würde nicht einmal in Depressionen verfallen, wenn wir nicht Meister werden würden. Aber daran glaube ich wirklich nicht.“

Duisburg war zwischen 1957 und 1968 fünfmal Meister, hat in den vergangenen sechs Finals seit 2007 aber jeweils gegen Spandau verloren. Der ASC will den Bann brechen. Eine noch stärkere Rolle als bisher traut Röhle den Duisburgern definitiv zu: „Sie haben sich zuletzt breiter aufgestellt. Auch ihre Nachwuchsarbeit hat gewonnen.“ Also droht die Wachablösung? „Nee, noch nicht!“