So beschwert sich Andre Rankel in einem via Facebook und der vereinseigenen Internetseite verbreiteten Statement beim Anhang des EHC Eisbären Berlin. Es ist die Reaktion auf die Geschehnisse bei den letzten beiden Heimspielen des Klubs in der O2 World.

Die Fans der Eisbären haben es in dieser Saison bekanntlich nicht leicht. Zwar steht der sechsfache deutsche Eishockey-Meister als Vierter auf einem direkten Play-off-Platz, trotzdem konnte die verjüngte Mannschaft über viele Spiele hinweg nie richtig überzeugen. Zu oft wurden Partien gegen weniger talentierte Teams verloren oder nur mit Mühe und Not gewonnen. Die Dominanz aus den vergangenen Spielzeiten ist in diesem Winter abhanden gekommen.

Das enttäuscht nicht nur den Trainer Don Jackson und seine Spieler, sondern viel mehr die treuen Anhänger, deren Ansprüche nur noch selten erfüllt werden. So auch nach dem knappen Sieg am vergangenen Freitag gegen den Tabellenletzten aus Düsseldorf. Vor 14.100 Zuschauern wurde das Spiel erst im Penaltyschießen mit 5:4 gewonnen. Daraufhin wurden die Profis unschön vom Publikum der Fankurve verabschiedet. Als Antwort auf das Verhalten einiger Zuschauer, verweigerten die Spieler am Dienstag beim Heimspiel gegen Nürnberg, das sie nach einer guten Leistung mit 6:2 für sich entscheiden konnten, die obligatorische „Welle“.

„Für uns war das die einzige Möglichkeit zu zeigen, dass wir das Verhalten einiger Fans am Freitag respektlos und unangebracht fanden“, schreibt Rankel, schlägt dabei aber einen versöhnlichen Ton an: „Genug der Vergangenheit, jetzt konzentrieren wir uns voll auf das Spiel. Das wird sicher nicht einfach, aber zusammen schaffen wir das.“

Nach dem heutigen Spiel gegen den Vorletzten in Iserlohn kommt am Sonntag um 14.30 Uhr der Tabellendritte aus Krefeld in die O2 World. Da würde ein Sieg besonders versöhnlich wirken.