Volleyball

Volleys schaffen Sensation bei Meister Friedrichshafen

| Lesedauer: 2 Minuten

14-mal waren die BR Volleys, auch als sie noch der SCC waren, an den Bodensee gereist. Nie waren sie mit einem Erfolgserlebnis vom VfB Friedrichshafen zurückgekehrt. Diese Serie endete gestern, und es hätte dafür keinen besseren Zeitpunkt geben können.

- Die Berliner gewannen Spiel drei der "Best of five"-Serie des Bundesliga-Halbfinales 3:1 (27:25, 25:16, 18:25, 25:22), führen in der Serie mit 2:1 und können Sonntag in der Schmeling-Halle (16 Uhr) den Einzug ins Endspiel klar machen. Dort wartet bereits Generali Haching, das Moers gestern mit 3:0 in den Urlaub schickte.

In den ersten beiden Partien hatte es zwei Sätze gedauert, bis die Berliner auf Betriebstemperatur waren. Gestern waren sie, mit dem Selbstvertrauen des Sieges vom Sonntag, gleich zu Beginn voll da. Spielten "vom ersten Moment an mit Kopf und Herz", wie es Coach Mark Lebedew gefordert hatte. Die Hausherren konnten zwar vorerst mit zwei, drei Punkten führen, aber beim 20:20 waren die Volleys dran. Den ersten Satzball vergaben die Berliner, dann mussten sie einen des VfB abwehren, der zweite aber saß - 27:25.

Mit dem Satzgewinn im Rücken wurden die Volleys noch selbstbewusster, setzten sich im zweiten Durchgang schnell mit 12:6 ab und spielten ihn dann auch souverän mit 25:16 nach Hause. Nur noch ein Satz fehlte zur Sensation. Ein 3:0 beim Meister der vergangenen sieben Jahre wäre aus Berliner Sicht natürlich ein Traum gewesen, für Friedrichshafen allerdings eine Blamage. Und daran muss sie ihr Trainer Moculescu wohl in der Pause erinnert haben. Die Gastgeber jedenfalls schafften den Anschluss - 18:25, nur noch 2:1 nach Sätzen. Die Volleys zeigten jetzt "große Moral", wie sich Manager Kaweh Niroomand freute. Der vierte Satz blieb eng, bis es 19:19 stand. Und genau in diesem Moment legten Lebedews Männer entscheidend zu, brachten zwischen sich und den Favoriten drei Punkte (23:20), dann 25:22 - Satz und Sieg. Berlin schlägt den großen VfB endlich wieder in eigener Halle. "Wir freuen uns, wissen aber, das war noch nicht die Serie", sagte Volleys-Sprecher Matthias Klee. "Jetzt wollen wir am Sonntag in der Schmeling-Halle unsere Chance nutzen."

( BM )