- So erging es gestern dem Team der BR Volleys, die zum dritten Halbfinale von Tegel aus nach Friedrichshafen aufbrechen wollten. Daraus wurde vorerst nichts, weil das Bodenpersonal streikte. "Chaotisch" sei es kurz gewesen, erzählt Volleys-Sprecher Matthias Klee. Am Ende habe sich aber der zeitliche Schaden in Grenzen gehalten. "Wir sind mit dem Bus nach Schönefeld gefahren, von dort kurz vor elf Uhr los geflogen und dann wohlbehalten und mit all unserem Gepäck in Friedrichshafen gelandet."

Die Volleys waren noch pünktlich zum Mittagessen im Hotel. Sie konnten ihren Tag - Schlafen, Kaffee, Training, Besprechung - wie geplant fortsetzen und alles dem Zweck dieser Reise unterordnen. Der ist: beim VfB, dem Serienmeister der letzten sieben Jahre, gewinnen. Die Berliner werden heute mit dem Selbstvertrauen eines furiosen Comebacks ins Spiel gehen. Spiel zwei der "Best of five"-Serie hatten sie nach einem 0:2-Rückstand mit viel Energie und Kampf noch gedreht und die Serie zum 1:1 ausgeglichen. Auch dass sein Team die vergangenen 14 Spiele am Bodensee allesamt verlor, stört Scott Touzinsky, in Spiel zwei überragend, nicht. "Eine Serie hält so lange, bis sie endet", sagt der US-Olympiasieger: Es gebe keine Serien, die nicht irgendwann enden.

Warum als nicht heute Abend? "Wir müssen wie am Sonntag vom ersten bis zum letzten Moment mit Kopf und Herz spielen. Wenn uns das gelingt, dann ist alles möglich", glaubt Volleys-Coach Mark Lebedew. Zum anderen scheint das aber auch mittlerweile der Gegner begriffen zu haben. "Das ist ein Halbfinale. Da können wir nicht ins Spiel gehen und nach zwei Sätzen einfach mal abwarten, was passiert", fordert Kapitän Joao José. Er setzt heute auf die Heimstärke seines Teams: "Das ist unsere Halle mit unseren Fans. Und die sind die besten der Liga."

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